Samstag, 19. April 2014

21. Mai 2012 12:10 Uhr

Versammlung

„Bischof Brechtel“ bittet um Hilfe bei Kapellenpflege

Obst- und Gartenbauverein Schießen wählt neuen Vorstand. Neue Ehrenmitglieder gekürt

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Schießen Was hat der Obst- und Gartenbauverein Schießen mit dem „Bischof von Unteregg“ zu tun? In dem idyllischen Flecken Unteregg steht die fast 280 Jahre alte „St. Antonius Kapelle“, in welcher seit 1797 Messen gelesen werden dürfen. Und diese Kapelle gehört nicht der „Katholischen Filialkirchenstiftung“, sondern der Gemeinde Roggenburg.

Deshalb sagen die Unteregger auch „eigentlich ist Bürgermeister Franz Clemens Brechtel unser Bischof“, wenn sie nach ihrem geistigen Oberhaupt gefragt werden. Restauriert und instand gehalten wird St. Antonius von der Gemeinde Roggenburg. Die Pflege der Rabatten um das Kirchlein und den Blumenschmuck übernimmt seit Jahren der 298 Mitglieder zählende Obst- und Gartenbauverein Schießen, beziehungsweise ein Mitglied, die Mesnerin Maria Neuhäusler. Diese kann nun der Aufgabe aus persönlichen Gründen nicht mehr nachkommen.

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Sowohl Bürgermeister Brechtel als auch der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereines, Armin Kast, waren deshalb auf der von etwa 100 Mitgliedern besuchten Jahreshauptversammlung im Schießener „Bräuhaus“ auf der Suche nach einer beziehungsweise mehreren Nachfolgern für dieses Amt. Sie waren erfolgreich – fast. Vor den verbindlichen Zusagen liegt noch eine Bedenkzeit.

Bei der Suche nach einem neuen Vorstand wurde Roggenburgs Dritter Bürgermeister und Wahlleiter Richard Baur dagegen bis auf den Schatzmeisterposten schnell fündig. Als dann auf seinen stürmisch-heiteren Appell Roswitha Mayer „weich wurde“, war die auf einigen Posten veränderte Vereinsführung komplett.

Zu den Besonderheiten des Schießener Gartenbauvereines zählt auch, dass nicht die Jahre der Mitgliedschaft, sondern das Erreichen des 80. Lebensjahres zur Ehrenmitgliedschaft führen. Dass trotz dieser Hürde die drei Mitglieder Maria Kuhn, Paula Vogt und Friedrich Mayer zu Ehrenmitgliedern ernannt werden konnten, zeigt, dass Gärteln nicht nur Spaß macht, sondern auch jung hält.

In einem Dia-Rückblick des Vorsitzenden wurde deutlich, dass der Verein nicht nur vereinsinterne Interessen, sondern auch gesellschaftliche Aufgaben wahrnimmt. So leisteten die Mitglieder allein im örtlichen Friedhof 88 Arbeitsstunden. Dorfkreuze wurden restauriert, öffentliche Rabatten bepflanzt und gepflegt, Baumschneidkurse abgehalten, Hecken geschnitten, Fronleichnamsaltäre aufgebaut, der Blumenschmuck beim Bezirksmusikfest gestaltet, der Christbaum auf dem Friedhof aufgestellt oder der Weihnachtsmarkt mit einem Stand bereichert. „In diesem Verein fühlen sich alle vom Garten magisch angezogen. Bei Ihnen herrscht Sonnenschein und das ist auch der Grund für ihre fröhliche Vereinsstimmung“, lobte der Bürgermeister. „Sie sind mit ihren Gärten ein Farbtupfer in der Gemeinde und leisten mit ihren ehrenamtlichen Pflegearbeiten an öffentlichen Plätzen, Straßen und Anlagen einen unbezahlbaren Dienst.“ (mde)

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