Samstag, 16. Dezember 2017

07. Dezember 2017 07:00 Uhr

Landkreis Neu-Ulm

Der Flächenfraß schreitet im Kreis voran

Im Umwelt- und Werkausschuss wurde jetzt erläutert, wie sich die Flächennutzung im Kreis Neu-Ulm entwickelt. Und welche Gründe es dafür gibt.

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Der Anteil an bebauten Flächen nimmt im Landkreis Neu-Ulm kontinuierlich zu – jedes Jahr um einige Hektar.
Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

Der Landkreis Neu-Ulm zählt zu den am dichtesten besiedelten Kreisen in Bayern. Zum Vergleich: Im Freistaat leben im Durchschnitt 182 Einwohner pro Quadratkilometer. Im Landkreis Neu-Ulm sind es 330 (Stand: 31. Dezember 2015). Bei den Städten und Gemeinden gibt es allerdings erhebliche Unterschiede. Am engsten geht es in Senden zu, hier leben 869 Menschen pro Quadratkilometer, in Neu-Ulm 707, in Illertissen 464, in Weißenhorn 248, in Pfaffenhofen 168 und im Schlusslicht Osterberg 64. Die dynamische Entwicklung im Kreis weckt den Hunger auf immer weitere Grundstücke, die bebaut werden sollen. Über die Entwicklung der Flächennutzung im Landkreis informierte Roland März, Leiter des Fachbereichs Bauleitplanung, in der Sitzung des Umwelt- und Werkausschusses des Kreistags.

Im Jahr 2014 habe der Flächenverbrauch im Kreis Neu-Ulm 17 Hektar betragen. Vor allem landwirtschaftliche Flächen und Waldgebiete gingen zugunsten von anderen Nutzungen verloren, in erster Linie für Wohnen, Gewerbe und Industrie sowie Straßen, Wege und Plätze. Im Jahr 2015 wurden sogar 81 Hektar bebaut, 2016 ging der Flächenfraß wieder auf etwa 20 Hektar zurück. „Wir sind eine dynamische und wachsende Region“, sagte Landrat Thorsten Freudenberger (CSU). Der Wachstumsdruck werde weiter zunehmen, erst recht, wenn die Schnellbahnstrecke nach Stuttgart fertig sei. „Aber wie wir damit umgehen, das ist die Frage.“ Nachverdichtung sei ein wichtiges Thema. Doch in vielen Orten gebe es Leerstände und freie Flächen, an die die Gemeinden nicht rankämen, weil die Eigentümer nicht verkaufen wollten. Stattdessen werden immer neue Flächen bebaut und versiegelt. Aus Sicht von Kreisrat Jürgen Bischof (Freie Wähler) besteht deshalb kein Grund zur Entwarnung in Sachen Flächenverbrauch. Thorsten Freudenberger gab ihm in diesem Punkt recht: „Wir sind auf hohem Niveau, historisch bedingt.“ Die dichtesten Besiedlungsgebiete verlaufen entlang der Flüsse Donau und Iller sowie der Eisenbahnverbindungen.

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Auch wenn jedes Jahr Äcker und Wiesen zugepflastert werden, ist der Anteil der Landwirtschaftsflächen noch hoch: Sie machen etwa 48 Prozent des gesamten Landkreisgebiets von 516 Quadratkilometern aus. Gut 30 Prozent ist mit Wald bedeckt. Bebaute Flächen für Wohnen, Gewerbe und Industrie, sonstige Gebäude- und Freiflächen sowie Verkehrsflächen machen 16,5 Prozent aus. Der Rest entfällt auf Gewässer, Grünanlagen, sonstige Erholungsflächen und anderes. Die im Ausschuss vorgelegten Zahlen beruhen auf Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik, die Experten des Landratsamts ausgewertet haben.

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