Wetter
Di.
20°C
Wetter
Mi.
21°C

09. Februar 2012 12:04 Uhr

Geschäfte in Senden

Der Konkurrenzdruck wächst: Groß frisst Klein

Es ist wie der Kampf David gegen Goliath: Riesige Verkaufsfläcken bedrohen die kleinen Innenstadt-Geschäfte in ihrer Existenz. Auch in Senden spürt man die Konkurrenz.

90000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche ensteht durch die Übernahme des Mutschler-Centers durch Mahler.
Foto: Alexander Kaya

Der Konkurrenzdruck von außen wird immer stärker: Mit den geplanten Giganten Sedelhöfe und Glacis-Galerie und der Übernahme des Mutschler-Centers durch Möbel Mahler würde die Verkaufsfläche in der Region um zehntausende Quadratmeter steigen.

Zu wenig Kunden für zu viele Geschäfte

Joachim Reck, der Sprecher des Industrie-, Handels- und Gewerbeverbandes Senden (IHGV), betrachtet die Entwicklung kritisch. Er sieht vor allem die kleinen Innenstadt-Geschäfte in ihrer Existenz bedroht. „Discount hier, Discount dort. Groß frisst Klein“, fasst er die Situation zusammen. Reck fragt sich, wo die Kunden für all die Geschäfte überhaupt noch herkommen sollen. „Das ist schon eine geballte Ladung, was der Region an Einzelhandelsfläche zugemutet wird“, sagt Reck, der ein Uhren- und Schmuckfachgeschäft in Senden betreibt. Immer neue, „gigantische Malls“ ließen die Innenstädte nun zunehmend ausbluten.

ANZEIGE

Dass parallel dazu die kleineren Geschäfte in den Ortszentren existieren könnten, glaubt Reck nicht. „Ich kann es mir nicht vorstellen.“ Der IHGV-Sprecher verweist auf das Beispiel Vöhringen. Dort seien viele Ladenlokale schlichtweg nicht mehr vermietbar. Auch in Neu-Ulm würde das Klima durch die GlacisGalerie für die Innenstadtgeschäfte rauer werden.

Region ist mit Geschäften eher überversorgt

Entweder in den neuen, großen Einkaufszentren würde etwas angeboten, dass es bisher noch nicht gibt, oder die Kundenströme blieben für die bestehenden einfach aus. Mit Geschäften unterversorgt sei die Region ohnehin noch nie gewesen, eher im Gegenteil. „Senden gibt es schon. Muss man das jetzt toppen, oder verdoppeln?“

Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt ein häufig zitierter Satz. Doch mit der Schließung des Promarktes in Ulm (wir berichteten) sind erste Zeichen einer Kannibalisierung spürbar. Der Markt für Elektrospezialisten ist hart umkämpft. Faruk Begovic, geschäftsführender Gesellschafter des Saturnmarktes in Senden, sieht für seinen Standort jedoch keine Gefahr. „Ich bin total entspannt, mit meinem Laden läuft alles gut“, sagt Begovic. Er glaubt nicht, dass ihm Nachteile durch den schärferen Wettbewerb entstehen werden. Letztendlich entscheide nur der Kunde, welches Geschäft er bevorzuge.

Inhofer macht sich keine Sorgen

Auch im Möbelhaus Inhofer gibt man sich gelassen. Die Übernahme des Mutschler-Centers durch Möbel Mahler macht Edgar Inhofer keine Sorgen. „Wir fürchten die nicht“, sagt der Geschäftsführer. Für sein Haus spreche die gute Lage und das Angebot. „Die Verbraucher bleiben nicht weg“, ist sich Edgar Inhofer sicher.

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Schlagworte

Geschäfte | Handel | Konkurrenz | Senden

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Anzeige

Schlagzeilen aus der Nachbarschaft

Veranstaltungen vom 29.05.2012
Aktuell meist gesucht

Augsburg | Feuerwehr | Fasching | unfall | kamm | ramadan


Neu-Ulm: Das schreiben Andere

Die Augsburger Allgemeine ist nicht für externe Beiträge verantwortlich.


Partnersuche