Mittwoch, 17. Januar 2018

07. Dezember 2017 07:00 Uhr

Ulm

Die Linie 2 soll in Ulm planmäßig abfahren

Die Arbeiten für die neue Straßenbahn-Strecke liegen im Soll. Autofahrern droht nur noch eine größere Umstellung. Was das Projekt noch ausbremsen könnte.

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Am Mähringer Weg, hier auf Höhe der Haltestelle Multscherschule in der Nähe der Suso-Kirche, ist ein Teil der Tramgleise bereits verlegt.
Foto: Alexander Kaya

In der Neutorstraße stehen die Masten für die Fahrleitungen bereits, als nächstes werden sie im Mähringer Weg und in der Wissenschaftsstadt aufgestellt – die Arbeiten an der Tramlinie 2 gehen voran. Läuft alles wie vorgesehen, dann ist das Projekt im Dezember 2018 abgeschlossen. „Das ist ein ambitionierter Zeitplan. Aber im Moment sieht alles danach aus, dass wir es schaffen“, sagt Projektleiter Ralf Gummersbach von den SWU.

„Wir arbeiten so lange, wie es die Temperaturen zulassen“, schildert Gummersbach. Werden für längere Zeit zehn Grad unter Null oder höhere Minusgrade gemessen, stehen die Arbeiten still. Im vergangenen Winter kam es nur an einigen Tagen im Januar und im März so weit. „Wir würden uns schon wünschen, dass der Winter wieder so wird“, sagt der Projektleiter. Vier bis sechs Wochen Pause sind im Projekt einkalkuliert. Sollte die Baustelle länger still stehen müssen, muss geprüft werden, ob alle Pläne eingehalten werden können. Der städtische Baustellenbeauftragte Werner Reichert berichtet, dass zunächst eine Pause von kurz vor Weihnachten bis voraussichtlich 15. Januar geplant ist. „Wenn es einen halben Meter Schnee gibt, können wir natürlich nichts machen“, schränkt er ein. Größere Auswirkungen für Autofahrer soll es in der nächsten Zeit nicht geben. Am Hauptbahnhof steht allerdings im Januar wieder eine neue Fußwegeführung an. Bis Ende 2018 wird wohl immer wieder ein Teil der Fahrbahnen um ein paar Meter verlegt, die eigentliche Verkehrsführung soll sich nicht ändern.

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Um den Fortschritt des Projekts zu kontrollieren, treffen sich die Mitarbeiter des Projekts schon jetzt bei wöchentlichen Gesprächen. Geht alles gut, wird es nur noch eine große Sperrung geben: auf dem Abschnitt zwischen Saarlandstraße und Römerstraße.

Derzeit verlegen die Arbeiter die Fahrleitungen, dafür werden 800 Masten gesetzt. Außerdem findet der technische Ausbau statt. Im April werden acht Strom-Stationen errichtet, es folgen Unterstände, Spritzschutzwände und Fahrgastanzeigen an den Haltestellen.

Das ist der Stand der Dinge an der Strecke der neuen Linie 2:

Kuhberg

Die Wendeschleife am Schulzentrum Kuhberg wird seit einem Jahr von Bussen genutzt. Die Gleise für die Straßenbahnen sollen dort bis zum Frühjahr fertig gestellt sei. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Witterung ab.

Grimmelfinger Weg bis Saarlandstraße

Das Gleis ist in eine Richtung bereits gelegt. Die Anlagen die bergauf führen, folgen bald.

Saarlandstraße bis Römerstraße

Hier droht eine Vollsperrung. „Das wäre vermutlich die größte Einschränkung, die noch kommt“, sagt Gummersbach. Auf diesem Abschnitt wird das Masse-Feder-System eingebaut, das Erschütterungen durch die Züge verringern soll. Eine Rettungsgasse für die Feuerwehr wird in jedem Fall freigehalten. Anwohner sollen ihre Häuser auf jeden Fall zu Fuß und möglichst auch mit dem Auto erreichen können.

Die Arbeiten am Römerplatz sollen nach Möglichkeit bis Weihnachten abgeschlossen sein.

Hauptbahnhof

Dort ist bereits eine Trasse verlegt, die sich zeitweise wieder ändern wird. Sobald das Dach des unterirdischen Parkhauses fertiggestellt ist, wird die Trasse für etwa ein Jahr provisorisch dorthin verlegt. In dieser Zeit wird die Passage vom Bahnhof zu den Sedelhöfen gebaut. Ist diese Arbeit wiederum abgeschlossen, zieht die Tramstrecke wieder auf den jetzigen und dann endgültigen Platz um.

Gleisdreieck Theater

Die Arbeiten an der Neutorstraße sind pünktlich zum Adventsgeschäft fertig geworden. Das Projektteam habe sich bemüht, die Innenstadt in dieser Zeit frei zu halten, sagt Gummersbach. Das hat geklappt. Nur auf Höhe der Zeitblomstraße sind die Arbeiten noch nicht abgschlossen. Der Abschnitt zwischen Neutorstraße/ Ecke Karlstraße und der Kienlesbergbrücke ist zurückgestellt worden, um die Kapazitäten der Arbeiter in der Kernstadt zu bündeln.

Kienlesbergbrücke

Die Strecke zwischen Kienlesbergbrücke und Wissenschaftsstadt ist fertig – ebenso wie die Brücke selbst. „Da bewegt sich jetzt nichts mehr“, sagt Gummersbach. Ab März folgen Fahrbahn, Gleise und Asphalt. „Da sind wir ganz gut im Zeitplan“, sagt Gummersbach. Auf dem Abschnitt bis Am Bleicher Hag sind die Gleise sogar schon zum Teil gelegt. „Da fährt man schon auf der endgültigen Fahrbahn“, sagt Gummersbach. Die Haltestelle Multerschule in der Nähe der Grüngartenanlage bei der Suso-Kirche sei auch schon deutlich erkennbar. Abgeschlossen ist auch der Geh- und Radweg an der Wallstraße. Er wird derzeit von Baustellenfahrzeugen verwendet.

Wissenschaftsstadt

Am James-Franck-Ring ist der Verkehr für die Arbeiten auf die Seite gelegt worden. Dass die Strecke über einem Tunnel mit Versorgungskanälen verläuft, der zur Uni führt, verursachte zusätzliche Arbeit. Denn der sogenannte Medienkanal musste besser abgedichtet und stabilisiert werden. „Das war eine Reihe von Kleinigkeiten, die viel Zeit kosten“, sagt Projektleiter Gummersbach. Drei Viertel der Arbeiten an der Albert-Einstein-Allee sind beendet.

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