Freitag, 23. Juni 2017

20. März 2012 12:22 Uhr

Neue Plattform

Ein Atlas für die Bildungslandschaft

Angebote aus Naturwissenschaft und Technik für Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren

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Ulm Das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einen bislang einzigartigen Atlas im Internet erstellt, der für ganz Deutschland wertvolle Angebote im sogenannten Mint-Bereich für Kindergarten und Grundschule beschreibt. Das Kürzel „Mint“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bereiche also, in denen Kinder und Jugendliche oft Berührungsängste zeigen und deshalb, sowie wegen der aktuellen Diskussion über den Fachkräftemangel, mehr gefördert werden müssten.

„Kinder sollten auch ein Recht auf naturwissenschaftliche und technische Bildung haben“, sagt die Sozialpädagogin Maren Lau, die sich zusammen mit ihrer Kollegin, der Soziologin Vanessa Christoph, am ZNL einer wahren wissenschaftlichen Fleißarbeit gestellt hat.

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Über Monate recherchierten sie, entwickelten umfangreiche Fragebögen und werteten diese nach wissenschaftlichen Kriterien aus: „Ziel unseres Mint-Atlas ist es, möglichst viele der institutionalisierten Projekte zu sammeln und zu beschreiben, die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren in ganz Deutschland fördern – entweder durch die direkte Arbeit mit Kindern oder durch im Mint-Bereich geschulte pädagogische Fachkräfte“, erläutert Maren Lau. „Es gibt unglaublich viele gute Projekte, die jedoch nicht ohne Weiteres zu finden sind, hier ist unser Atlas ab sofort eine wertvolle Hilfe.“

Vanessa Christoph unterstreicht, dass die nun fertiggestellte Onlineplattform es Initiativen ermöglicht, ihre jeweilige Einzigartigkeit und ganz besonderen Stärken ihrer Projekte hervorzuheben: „Unsere Zielgruppen sind in erster Linie Pädagogen, Kindergartenfachkräfte, Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Verbänden, aber auch Eltern und andere an Mint-Angeboten Interessierte. Ihnen soll der Atlas die Chance geben, sich ausführlich über die beschriebenen Projekte zu informieren, um in Zukunft leichter individuell passende Angebote und Partner zu finden.“ Beide Wissenschaftlerinnen betonen, dass sie bei der Zusammenstellung der Angebote klar definierte Gütekriterien angewandt haben: „Uns war es wichtig, solche Projekte darzustellen, die auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegt sind.“ Dazu gehöre unter anderem eine Lehrer- oder Erzieherfortbildung, die dazu beitragen kann, dass Kinder nicht nur ein einmaliges Angebot erleben, sondern sich in ihrem Alltag kontinuierlich durch Mint-Angebote bereichern können. (az)

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