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03. Februar 2012 12:03 Uhr

Konzert

Ein Herz für Neu-Ulm

Die Kastelruther Spatzen füllen die Ratiopharm-Arena nur zur Hälfte

Mehr Herz war noch nie in der Ratiopharm-Arena: Die Kastelruther Spatzen setzten auf der Bühne ein Zeichen für die Liebe.
Foto: Roland Furthmair

Neu-Ulm Nach fast 20 Konzerten in der Ulmer Donauhalle haben die Kastelruther Spatzen ihre Premiere in der Ratiopharm-Arena gegeben – und füllten die neue Halle nur zu Hälfte. Rund 2000 Gäste, neben vielen altgedienten Spatzenfans auch etliche Erstbesucher, gönnten sich das aktuelle Tourneeprogramm „Hand aufs Herz“.

Blumen und Geschenke für Frontmann Norbert Rier

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Dazu passend grüßte ein riesiges Herz von der Bühne – und mit einer Mischung aus Hits und neuen Titeln trafen die sieben Südtiroler ins Herz des Publikums. Frontmann Norbert Rier war gefordert beim neunten Livekonzert 2012 (fast 80 Auftritte stehen noch aus) und durfte ständig Blumen und Geschenke in Empfang nehmen. Mit kurzen Ansagen zwischen den Schlagern, die „die harte Wirklichkeit in weiche Melodien verpacken“, endete der erste Teil nach 20 Titeln.

Die zweite Hälfte des Livekonzerts bestand aus einer Hitparade der 15 beliebtesten Titel, die von den Fans vor Tourneebeginn ermittelt wurden. Kein Halten mehr gab es dann bei „Tränen passen nicht zu dir“ für die überwiegend weiblichen Spatzenanhänger, die den knappen Bühnenvorraum stürmten und in Dreierreihen hautnah mit ihren Lieblingen zur Partymeile umfunktionierten.

Vor rund einem Dutzend Jahren bewies Norbert Rier – von der Donauhallenbühne aus – Insiderkenntnisse und verglich die damals erfolgreichen Ulmer Spatzen (Bundesligafußballer) mit seinen singenden Südtiroler Erfolgsspatzen. Laut Statistik lag der Altersdurchschnitt der Konzertbesucher damals bei 41,1 Jahren. Sowohl bei den Kickern (abwärts) als auch beim Altersschnitt (aufwärts) hat sich einiges geändert. Nach lediglich einer Zugabe endete nach zweieinhalb Stunden „Live-Musik die von Herzen kommt“.

Die Fans äußerten sich recht zufrieden über das erste Spatzen-Konzert in der Arena. Fredl Keller, Wirt vom gleichnamigen Kultlokal in Seifertshofen: „Mir haben die bekannten Hits am besten gefallen, die Atmosphäre hier ist beeindruckend.“ Anni Stöckle aus Senden und treuer Spatzenfan von Anfang an, war ebenso angetan: „Ich habe kein Konzert in der Donauhalle versäumt und bin hier positiv überrascht. Einfach super, gute Akustik und eine heimelige Atmosphäre“. Weniger gut kam das Konzert auf den hinteren oberen Rängen an, wo Jens Bader mit seiner Mutter Ulrike Platz genommen hatte. Ihr Fazit zur Pause: „Dass bis jetzt keinerlei Stimmung aufgekommen ist, muss nicht unbedingt an den Musikern liegen. Wir sind trotz der Großleinwände einfach zu weit weg.“

Fanklubleiterin Klara Mahlenbrey, mit 140 Mitstreitern aus Sigmaringen und Umgebung nach Neu-Ulm gekommen, freute sich: „Die Anfahrt hierher ist optimal für uns Auswärtige. So nah an der Bühne sitzt man sonst nirgendwo.“ Nur die schärferen Ordner sorgten für Verstimmung bei der „Spatzenklara“, die ihre mitgebrachten Flyer in der Halle nicht verteilen durfte.

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