Sonntag, 24. September 2017

12. September 2017 09:00 Uhr

Ulm/Neu-Ulm

Einstein-Marathon: Atemlos durch die Stadt

Der Einstein-Marathon findet am Sonntag zum 13. Mal statt. Von Jahr zu Jahr steigen die Teilnehmerzahlen. Neben den Hobby-Joggern ist aber auch ein Ulmer Lauf-Ass am Start.

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Zum Einstein-Marathon haben sich mehr als 11500 Läufer angemeldet. Ein Teil der Strecke verläuft entlang der Donau. Im vergangenen Jahr konnten sich die Sportler über sonniges Wetter freuen.
Foto: Alexander Kaya

Mehr als 11500 Läufer stehen in den Startlöchern, zumindest fast. Denn am Sonntag, 17. September, findet der Einstein-Marathon statt – und das bereits das 13. Jahr in Folge. Nahmen beim ersten Mal noch über 5700 Läufer teil, hat sich mittlerweile die Teilnehmerzahl verdoppelt. Für Mit-Organisator Markus Ebner eine erfreuliche Nachricht: „Die Region kann stolz sein, dass es hier so viel Laufbegeisterung gibt.“

Neben den Hobby-Joggern schnüren auch ein paar bekannte Sportler ihre Laufschuhe. Allen voran die WM-Teilnehmerin Alina Reh: „Ich freue mich, dass ich mit den fast 5000 anderen Halbmarathon-Läufern mitdüsen darf.“ Doch sie hat noch ein anderes Ziel: Sie möchte ihre Zeit von letztem Jahr noch verbessern und damit ihren Titel als Vorjahressiegerin verteidigen.

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Andere bekannte Sportler aus der Region sind ebenfalls am Sonntag am Start. So nimmt bereits zum dritten Mal Max Weber, Silbermedaillengewinner bei den Paralympics in Rio de Janeiro 2016, an dem Häussler-Handbike-Halbmarathon teil. Für Weber ist der Einstein-Marathon nicht nur ein sportlicher Wettkampf: „Ich finde es toll, wenn Menschen im Rollstuhl ihre Sportart mitrepräsentieren können.“ 31 Handbiker nehmen dieses Jahr an dem Halbmarathon teil. Das sind so viele wie nie zuvor.

Ebenfalls neu ist eine kleine Änderung bei der Strecke. Da an dem gleichen Wochenende die Mineralienbörse in der Pfuhler Seehalle stattfindet, werden die Läufer dieses Jahr den Neu–Ulmer Stadtteil nicht passieren. „Der Veranstalter wollte nicht Parkplätze für die Laufstrecke hergeben, daher mussten wir die Strecke etwas ändern“, sagt Ebner. Insgesamt bleiben die Wege aber wie in den Vorjahren: Sie führen entlang der Donau, durch die Neu-Ulmer Innenstadt, vorbei am Congress Centrum in der Oststadt und enden für die Läufer beim Ulmer Münsterplatz.

Gleich bleibt das Verkehrskonzept der Städte Ulm und Neu-Ulm. Markus Zoller von der Polizei Neu-Ulm will die Bürger auf das Halteverbot, das bereits ab sechs Uhr morgens in Kraft tritt, aufmerksam machen: „Wir müssen in Neu-Ulm zügig anfangen, die Fahrzeuge aus dem Halteverbot zu bringen.“ Insgesamt sind 50 Polizeibeamte im Einsatz – 25 von Ulmer und 25 von Neu-Ulmer Seite. Dass Sicherheit in der Bevölkerung momentan ein Top-Thema ist, ist sich Rainer Hamann von der Ulmer Polizei bewusst. Er kann beruhigen: „Wie in den Jahren zuvor liegen uns keinerlei Hinweise für eine Bedrohung vor.“

Damit die Läufer nicht nur sicher, sondern auch gesund ins Ziel kommen, sind rund 200 Rot-Kreuz-Mitarbeiter am Sonntag im Einsatz. Alle sind freiwillige Helfer, „bis auf den Leitstellendisponenten“, sagt Michael Jenner vom Deutschen Roten Kreuz. Nach einem Zwischenfall im vergangenen Jahr, als ein 53-jähriger Läufer in der Fischergasse reanimiert werden musste, hofft Jenner, dass es dieses Jahr „stinklangweilig“ für die Sanitäter wird: „Wenn es uns langweilig ist, geht es den Leuten gut.“

Gut gehen soll es auch den Zuschauern, die vom Laufstrecken-Rand aus die Läufer anfeuern. Bei 24 Bands sollte eine Langeweile bei den Besuchern aufkommen. Zudem findet in der Donauhalle am Samstag von 10 bis 19 Uhr die Marathonmesse statt. 32 Aussteller aus den Bereichen Sport, Gesundheit und Wellness präsentieren sich auf der Messe.

Aus Sicht der Veranstalter und der Polizei steht einem reibungslosen Ablauf des 13. Einstein Marathons nichts mehr im Wege. Doch das Ulmer Lauf-Ass Alina Reh hat noch einen Wunsch: „Ich hoffe einfach, dass das Wetter noch mitspielt.“

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Ein Artikel von
Dorina Pascher

Günter Holland Journalistenschule
Ressort: Volontärin

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