Tüftler Max Mertens lässt Radlern ein Licht aufgehen


Weißenhorn Wer viel radelt, der kann sich nicht immer auf seinen Dynamo für die Beleuchtung verlassen – diese Erfahrung hat auch der 14-jährige Schüler Max Mertens aus Weißenhorn gemacht. Das Problem: Verringert man die Geschwindigkeit beim Fahren, hat man oft kein Licht mehr – denn der Dynamo erzeugt zu wenig Energie. Der Tüftler fragte sich also: „Warum nicht die verlorene Energie einfach speichern?“ Gesagt getan – mit seinem Forschungsergebnis nimmt Max Mertens nun beim Wissenschaftswettbewerb „Schüler experimentieren“ teil. In Augsburg wird er demonstrieren, wie man die verlorene Energie speichern kann.
Max hat nach längerer Tüftelei ein System entwickelt, das die Bremskraft eines Fahrrads sinnvoll nutzt. Das funktioniert so: „Zuerst habe ich zwei Dynamos an die Bremsarme montiert. Durch den Druck beim Bremsen an den Rädern können sie sich aufladen,“ erklärt der junge Forscher.
Da die Fahrradbeleuchtung fünf Volt benötigt, baute Max einen sogenannten „Joule Thief“, einen Trafo aus Bauteilen wie einer Batterie, einem Lämpchen, einem Transistor und einer selbst gewickelten Spule. Den gewonnenen Strom aus den Dynamos speichern dann zwei Akkus, die ein Lämpchen versorgen – dieses Konzept soll beim Fahren für gleichbleibende Helligkeit sorgen. „So kann ich die Bremskraft in Helligkeit umwandeln und habe dadurch also dauerhaftes und starkes Licht“, sagt der junge Forscher stolz. (kej)
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