lm Farbströme quellen aus einer runden Öffnung. Ihre Multiples sind Fakes ohne Fallen, denen der Schalk im Nacken sitzt: Frische Bilder und Objekte von Kirsten Klöckner eröffnen die Herbstsaison in der Ulmer Galerie Cuenca.

Ulm 1962 in Braunschweig geboren, studierte die seit 2002 in Berlin lebende Künstlerin Bildhauerei an der Kunstakademie Münster und ist mit Werken auch in der Sammlung des Museums der Brotkultur Ulm vertreten. Im „Salzstadel“ knüpfte „Cuenca“-Galerist Carlos Ramirez anlässlich der Ausstellung „Politische Plakate“ mit Klaus Staeck die Kontakte zu dieser Präsentation in der Kohlgasse 4. Und als Klöckners Verleger war der Plakatkünstler und Berliner Kunstakademie-Präsident viel beachteter Überraschungsgast der Vernissage. In den zwei kleinen Räumen breiten sich in der Spanne zwischen Chaos und Ordnung zu den Farbfluten von Klöckners lackierten, vielschichtigen Aquarellen auch die neuesten Geistesblitze ihrer Multiples aus: Etwa dieses aneinander geschmiedete Scherendoppel, das sich selbst ein Bein stellt. „Ich bin im ständigen Kampf gegen die Entropie“, lacht die Künstlerin. (roma)
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