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03. April 2009 04:55 Uhr

Fasziniert vom alten Ägypten

Fasziniert vom alten Ägypten Porträt Der Aufheimer Joachim Baum hat zwei Romane über die Zeit der Pharaonen verfasst Von Angela Häusler Senden Joachim Baum studiert Ägyptologie. Mit 71 ist er jung ge blieben. Denn für Wissen ist es ... Von Angela Häusler

Fasziniert vom alten Ägypten
Foto: ALFA

Senden Joachim Baum studiert Ägyptologie. Mit 71 ist er jung geblieben. Denn für Wissen ist es schließlich nie zu spät. "Das Schreiben und das Lesen ist nie mein Fach gewesen", scherzt der Aufheimer auf seinem Sofa im heimischen Wohnzimmer. Und dennoch: Vor ihm liegen zwei Romane, die er selbst geschrieben hat.

"Horus Antef" heißt der erste, fertiggestellt 2006, "Sennefer" der zweite, erschienen erst vor einem Monat. Die Handlung beider Romane ist im alten Ägypten angesiedelt. Abenteuerliche Erlebnisse, die nicht von Pharaonen und Feldherren erzählen, sondern von Ägyptern aus dem einfachen Volk, angereichert mit Fachwissen über eine 3000 Jahre währende Kultur, bis heute berühmte Orte und historische Ereignisse.

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Sein Fachwissen hat sich der Aufheimer Autor in Jahren des Studiums zum Thema Ägypten angeeignet. "Mich interessiert am meisten, wie die Leute damals gelebt haben und so viel anders war das im Grunde auch nicht. Wir haben unsere Probleme, sie hatten ihre", erklärt er.

Früher Architekt

Früher arbeitete der heute 71-Jährige als Architekt, unterrichtete später 32 Jahre lang Berufsschüler an der Ulmer Steinbeis-Schule. Schon seit Jahren aber ist er wieder selbst unter die Studenten gegangen und widmet sich der Ägyptologie an der LMU München. "Damit habe ich mir einen Traum von vor 40 Jahren erfüllt", erzählt er fröhlich. Er hatte zuvor bereits Wirtschaftsgeographie sowie Germanistik studiert.

Schon als Junger begeistert

Die Leidenschaft für Ägypten habe ihn schon als jungen Studenten gepackt, berichtet Baum, als er Zugang zur großen Bibliothek eines Professors der Ägyptologie erhielt und aus dem Lesen gar nicht mehr herauskam. 1961 hat er Ägypten dann das erste Mal bereist - es folgten viele weitere Aufenthalte und natürlich Recherchen in bedeutenden Museen - dem British Museum zum Beispiel.

Einen Kurs gemacht

Zum Verfassen seiner Bücher kam Baum schließlich durch die Teilnahme an einem Kurs in Kreativem Schreiben.

Erst, erzählt der dreifache Vater, habe er nicht so recht gewusst, was er überhaupt schreiben soll - doch als die Geschichte über den Schreiber Antef und seine Expedition einmal begonnen war, "kam im Lauf der Zeit immer noch was dazu." Zehn Jahre hat er immer wieder an diesem Roman geschrieben, 290 Seiten lang ist er letztlich geworden. Und sein zweites Buch hat sogar noch 100 Seiten mehr.

Viele Interessen

Einen dritten Roman will er zumindest vorerst nicht verfassen. Schließlich hat er noch viele andere Interessen. Das Malen etwa, nicht zuletzt von ägyptischen Motiven, mit denen er bereits eigene Ausstellungen organisiert hat. Auch führt Baum einen groß angelegten Katalog ägyptischer Namen. Und er kocht gerne.

Schon bald will sich Joachim Baum nun im Organisieren von Lesungen üben - in Senden ist eine in Planung und auch in seiner Heimat, dem Vogtland.

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