Sonntag, 19. November 2017

15. November 2017 07:00 Uhr

Weißenhorn

Fernwärme: Die ersten Häuser sind am Netz

Die Hauptleitung zum Claretinerkolleg ist fertig. Der Projektmanager gibt einen Überblick, welche Arbeiten heuer noch anstehen – und wie es 2018 weitergeht.

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Die Stiftungsklinik Weißenhorn wird künftig mit Fernwärme beheizt. Der Anschluss ist gelegt. Von links: Julian Edelmann (Ingenieurbüro Sendl), Johann Kempter (technischer Leiter der Klinik) und Alois Alt (Geschäftsführer Fernwärme Weißenhorn GmbH).
Foto: Alexander Kaya

Es ist kalt geworden in den vergangenen Tagen. Wer es sich drinnen gemütlich machen will, muss die Heizung aufdrehen. Spannend ist das dieser Tage für einige Hausbesitzer in Weißenhorn. Sie bekommen nämlich eine neue Heizung. Nach und nach werden derzeit Gebäude an das neue Fernwärme-Netz angeschlossen. „Die Hauptleitung bis zum Claretinerkolleg steht und ist warm“, sagt Projektmanager Markus Hertel.

Zu Beginn der Heizperiode Mitte Oktober seien die ersten Gebäude ans Netz gegangen, berichtet er. Die Stiftungsklinik ist jetzt an der Reihe. Und Mitte Dezember, sagt Hertel, werden voraussichtlich die letzten Anschlüsse im Nebenast Spitalweg/Maximilianstraße/Lenbachstraße in Betrieb gehen. Dann wäre der erste Bauabschnitt des 9-Millionen-Euro-Projekts, das die Stadt Weißenhorn und der Landkreis Neu-Ulm je zur Hälfte bezahlen, fertig. Die Umstellung vom alten aufs neue Heizsystem funktioniere in der Regel problemlos und ohne lange Unterbrechung der Wärmeversorgung, fügt der Fachmann für nachhaltige Abfallwirtschaft hinzu.

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A propos Abfall: Noch wird das Fernwärmenetz nicht wie vorgesehen vom Müllkraftwerk gespeist. Dieses soll nächste Woche angeschlossen werden, sagt Hertel. Ein Heizmobil mit Ölkessel, das beim Kraftwerk steht, liefert derzeit noch die Wärme. Insgesamt liegen die Arbeiten nach Angaben des Projektmanagers zwei Wochen hinter dem Zeitplan. Schwierigkeiten beim Verlegen der Rohre an den Bahnübergängen und unter der Roth hindurch sowie Verschiebungen wegen der VR-Bank-Baustelle gibt er als Gründe dafür an. Dennoch sei die Projektgesellschaft, die jetzt Fernwärme Weißenhorn GmbH heißt, zufrieden mit dem Fortschritt.

Wie viele Kunden hat das Unternehmen in diesem Jahr gewonnen? Konkrete Zahlen möchte Hertel nicht nennen. Er sagt im Gespräch mit der NUZ lediglich: „Wir schließen im ersten Bauabschnitt ungefähr 30 Hausübergabestationen an.“ Halb so viele seien geplant gewesen. „Die Erwartungen sind erfüllt.“

Froh ist der Projektmanager auch darüber, dass die Bahnhofstraße und die Günzburger Straße inzwischen wieder offen sind. Dort hatten sich viele Anwohner und Geschäftsinhaber über die langen Sperrungen für die Bauarbeiten beschwert. Kunden blieben weg, weil sie die Läden nicht mehr mit dem Auto erreichten, Bewohner konnten nicht mehr zu ihren Häusern fahren. In Geduld üben müssen sich derzeit noch Bewohner der Maria-Theresia-Straße. Dort wurde neben der Fernwärmeleitung auch eine neue Trinkwasserleitung verlegt und ein Schmutzwasserkanal saniert. Wenn das Wetter mitspielt, so heißt es aus dem Rathaus, soll die Straße in der Woche ab 11. Dezember asphaltiert werden. Bis Weihnachten wäre sie dann fertig.

Markus Hertel gibt noch einen Ausblick auf 2018: Im zweiten Bauabschnitt soll vom Frühjahr an bekanntlich eine Leitung zur Mittelschule und zum Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium gebaut werden. Noch steht nicht genau fest, in welchen Straßen Leitungen verlegt werden. Hertel: „Wir steigen jetzt in die detaillierten Planungen ein.“

Im dritten Bauabschnitt, also im Jahr 2019, soll dann die Altstadt erschlossen worden. Die Trassenführung wird dem Projektmanager zufolge im nächsten Jahr besprochen. Es sei noch unklar, ob Leitungen in der Hauptstraße verlegt werden. Die Vorplanungen sehen es jedenfalls vor. Stadträtin Jutta Kempter (WÜW) hatte deshalb am Montagabend im Stadtrat nachgehakt, wo auch Hertel zu Gast war. Bürgermeister Wolfgang Fendt sagte: „Wir haben an die Fernwärme-Gesellschaft weiter gegeben, dass wir keine Leitungen in frisch sanierten Bereichen wollen, wenn es möglich ist.“ Es würde keinen Sinn ergeben, die Hauptstraße, den Hauptplatz oder die Memminger Straße wieder aufzureißen, fügte er hinzu.

Info zu den Bauarbeiten: Zum Abschluss des ersten Bauabschnitts wird noch im Spitalweg, in der Maximilianstraße, in der Lenbachstraße und in der St.-Ulrich-Straße ein Nebenast der Fernwärmeleitung verlegt. Nach Angaben der Stadtverwaltung dauern diese Arbeiten voraussichtlich bis Freitag, 8. Dezember. Vorgesehen ist eine Ausführung als Wanderbaustelle. Folgende Straßen werden für die Bauarbeiten gesperrt: Spitalweg (zwischen Nordstraße und Maximilianstraße), Maximilianstraße (zwischen Spitalweg und Lenbachstraße), Lenbachstraße (zwischen Maximilianstraße und Ottostraße) sowie St.-Ulrich-Straße (im Bereich der Ein- und Ausfahrt). Die Baufirma informiert betroffene Anlieger.

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Roth | Wolfgang Fendt | Weihnachten

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