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29. Juni 2011 00:07 Uhr

Geburtstag

Fluxuskonzert und Traktorausfahrt

Der Kunstpfad der Universität wird 20 Jahre alt

Ulm Rund 60 Skulpturen auf 1,5 Kilometern über den Campus verteilt – ein Spaziergang über den Kunstpfad der Universität Ulm ist ein besonderes Erlebnis. Am kommenden Wochenende nun wird der Pfad, auf dem Kunstfreunde unter anderem auch spannende Werke von Niki de Saint Phalle und Max Bill entdecken können, 20 Jahre alt.

Diesen runden Geburtstag feiert das Musische Zentrum der Universität Ulm (MUZ) ausgiebig – an drei Tagen und mit verschiedensten, teilweise überraschenden Darbietungen.

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Skulpturenführung und Bildhauerwerkstatt

„Das Bewusstsein für unseren Kunstpfad ist an der Universität Ulm und in der Stadt nicht immer vorhanden“, sagt der MUZ-Sprecher Professor Lothar Kinzl. Das soll unter anderem die Neuauflage des Kunstführers „Skulptur und Großplastik in Ulm und Neu-Ulm“ ändern. Druckfrisch wird der Führer am kommenden Freitag der Öffentlichkeit in der Galerie im Kornhauskeller/ Pro Arte präsentiert. Das eigentliche Festprogramm startet am Samstag ab 14 Uhr mit der Einweihung und Benennung des Baitsch-Burri-Platzes durch Lothar Kinzl.

Die Professoren Helmut Baitsch und Caius Burri haben das Musische Zentrum Anfang der 90er Jahre als Ergänzung zum naturwissenschaftlich-technischen Fächerspektrum der Uni gegründet. Das „Musische Dorf“ mit Atelier und Proberäumen steht inmitten des Kunstpfads. Denselben wird Birgit Hochmuth interessierten Besuchern bei einer anschließenden Führung am Samstag näherbringen – musikalische Überraschungen mit der Big Band der Uni inklusive. Zeitgleich wollen Frank Raendchen, Atelier-Leiter im Musischen Zentrum und seine Studenten mit Motorsägen vor den Gewächshäusern des Botanischen Gartens Holzskulpturen schaffen.

Hauptdarsteller sind Bohrhammer

Höhepunkt des Festtags wird ab 17 Uhr das Fluxuskonzert „Feinstaub, Steinstaub und Fahrradklingel“ sein. Fluxus ist eine experimentelle, in Deutschland beispielsweise von Joseph Beuys geprägte Kunstrichtung, die Musik und Aktion verbindet. „Hauptdarsteller“ des Ulmer Konzerts sind Bohrhammer, Traktoren, Fahrräder und brechende Steine. Außerdem werden die vor den Augen der Besucher entstandenen Holzskulpturen am Abend verbrannt.

Am Sonntag klingt dieser ganz besondere 20. Geburtstag mit Frühschoppen, Traktorausfahrt und einer weiteren Führung aus.

Alle Teilnehmer der Führungen erhalten kostenlos den neuen Kunstführer „Skulptur und Großplastik in Ulm und Neu-Ulm“. (az)

Details und weitere Informationen zum Kunstpfad-Jubiläum der Universität Ulm bei Professor Lothar Kinzl, Telefon (0151) 25 310 328, Frank Raendchen, Telefon (0172) 41 500 08.

Infos auch im Internet unter

www.uni-ulm.de

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