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06. Februar 2012 17:32 Uhr

Basketball-Pokal

Gary als Glücksbringer

Gary von Waaden ist der Ulmer Pokalheld von 1996. Der Deutsch-Amerikaner soll den Ulmer Basketballern am Mittwoch (20 Uhr) im Viertelfinale gegen Oldenburg Glück bringen. Von Pit Meier

Gary von Waaden (links mit Trainer Thorsten Leibenath) hat sogar seine Goldmedaille mitgebracht, die es 1996 für den Pokalsieg gab. 
Foto: Horst Hörger

Gary von Waaden hat sich kaum verändert. Der Ulmer Pokalheld von 1996 ist zwar inzwischen 50 Jahre alt, aber seinen jugendlichen Charme hat er sich bewahrt und auch sein Gewicht von 100 Kilogramm hat der früher als Vielesser bekannte 2,10-Meter-Mann dank einer radikalen Umstellung der Ernährung gehalten. Vor 16 Jahren hat Gary von Waaden in der Berliner Deutschlandhalle den Ulmern mit seinem Wurf in letzter Sekunde das 80:79 gegen Bayer Leverkusen und damit den bisher einzigen Pokalsieg in der Vereinsgeschichte gesichert. Der Deutsch-Amerikaner wird am Mittwoch mit Ehefrau Sandy als Glücksbringer in der Arena sein, wenn die Ulmer ab 20 Uhr im Viertelfinale gegen Oldenburg den nächsten Angriff auf den Pott starten. Gary von Waaden weiß schließlich, wie es geht und sein Rat an Trainer Thorsten Leibenath und die Mannschaft lautet: „Wenn die Spieler es wirklich wollen, dann kann man es auch schaffen.“

Der Wille ist wichtig und daran wird es den Ulmern nach Überzeugung von Leibenath nicht fehlen. „Die Spieler sind ein bisschen nervös, aber in erster Linie sind sie heiß“, berichtet der Trainer, der selber über reichlich Pokalerfahrung verfügt. Mit Gießen hat Leibenath als Co-Trainer zwei Mal das Top-Four-Turnier erreicht und ist jeweils im Halbfinale an Alba Berlin gescheitert, als Cheftrainer der Scottish Rocks wurde er in Großbritannien Zweiter.

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Es gibt mehrere Unwägbarkeiten vor dem Viertelfinalspiel, aber die Gretchenfrage lautet natürlich: wie kompensieren die Ulmer den Ausfall von Dane Watts? Am Samstag in Gießen hat Leibenath es erfolgreich mit einer kleinen Aufstellung probiert, gegen Oldenburg spricht viel für die klassische Variante mit Keaton Nankivil in der Anfangsformation. Außerdem hofft der Trainer erstens, dass die zuletzt miserable Dreierquote besser wird. „Aber da bin ich guten Mutes.“ Und zweitens hofft Leibenath, dass die Oldenburger sich noch an das Punktspiel erinnern, das sie bei der Eröffnung der Ratiopharm-Arena Anfang Dezember ganz klar mit 81:103 verloren haben.

Karten für das Spiel gibt es erstmals seit der Eröffnung der Ratiopharm-Arena auch noch an der Abendkasse. Bis Dienstag waren etwa 4000 Tickets verkauft.

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