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18. Januar 2012 19:13 Uhr

Zwei Gemeinden, eine Idee

Gemeinsam in den Klimaschutz investieren

Pfaffenhofen und Holzheim wollen neue Technologien einsetzen. Auch die Bürger sollen zu Wort kommen. Von Uta Wittke

Pfaffenhofen „Das ist mal ganz was Neues“, schmunzelte Josef Walz, Bürgermeister der Marktgemeinde, angesichts des ungewohnt vollen Sitzungssaals: Die erste gemeinsame Ratssitzung der Kommunen Pfaffenhofen und Holzheim, die er in seiner Amtszeit erlebte, beschäftigte sich mit den Möglichkeiten, die „Energiewende“ in den Gemeinden zu realisieren. Die Tagesordnung war kurz, aber hatte es in sich: Der Wertinger Energieexperte Theo Karmann präsentierte unter dem Titel „Kommunen gestalten die Energiewende“ mögliche Energiekonzepte.

In dem an Informationen fast übervollen Vortrag stellte Karmann nicht nur erneut die Energiekonzepte des Bundes und des Freistaats Bayern vor, sondern beleuchtete auch die Hintergründe für die Energiewende. Der Energiefachmann ging auf Technologien wie Fotovoltaik, Windkraft, Biogas- und Biomasseanlagen ein und erwähnte potenzielle Investitionskosten und zu erwartende Einnahmen, etwa durch Steuern. Sein Fazit: Die Energiewende schaffe Werte und Arbeitsplätze und sei eine „große Chance“ für die Kommunen.

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Bürgermeister Walz zeigte sich beeindruckt: „Das wir alle gefordert sein werden, ist mehr als klar.“ Und fügte hinzu: „Wir wollen das.“ Die Markträte und Landwirte Anton Rupp und Hildegard Mack (beide CSU) merkten an, dass ihrer Ansicht nach Biogasanlagen die günstigsten Maßnahmen zur Energieerzeugung seien. Sie gaben zu Bedenken, dass für jedes errichtete Windrad eine große Nutzfläche als Ausgleich anfiele. „Hier ist kein genialer Standort hinsichtlich Wind- oder Wasserkraft“, so Rupp und fragte nach konkreten Empfehlungen für die beiden Gemeinden.

Die werde ein Klimaschutzkonzept bringen, antwortete Theo Karmann. Die Bürger sollten eingebunden werden.

Wann die ersten „Klimakonferenzen“ mit den Anwohnern abgehalten werden, hänge davon ab, ob ein Förderantrag bewilligt werde, sagte Walz. Es gelte das „Windhundprinzip“, fügte Karmann scherzhaft hinzu: Über die Anträge werde nach Reihenfolge des Eingangs entschieden.

Anträge sollen im Februar eingereicht werden

Pfaffenhofen und Holzheim wollen ihre Anträge schon im Februar einreichen.

Was genau für den Antrag erforderlich sei, wollte Paul Geiselmann, dritter Bürgermeister von Holzheim, wissen. „Zunächst ein politischer Beschluss“, erklärte Karmann. Diesen fassten die Gemeinderäte. Falls der Antrag bewilligt wird, soll Karmann ein Energiekonzept erarbeiten: Biogasanlagen, Windräder oder Solarkraft – gemeinsam mit den Bürgern aus beiden Orten soll das Konzept dann Schritt für Schritt diskutiert werden. Beide Gemeinden wollen die Ideen dann in eigener Verantwortung umsetzen.

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