Freitag, 15. Dezember 2017

29. August 2015 11:03 Uhr

Landkreis

Gute Aussichten für Azubis

In wenigen Tagen beginnt das neue Ausbildungsjahr. Fachleute sehen die Entwicklung im Landkreis positiv. Doch in einigen Branchen fehlt trotzdem noch Nachwuchs

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Wie Josefine Steiger, Leiterin der Fachabteilung Ausbildung bei der IHK Schwaben, sagt, gebe es im Landkreis Neu-Ulm im Logistikbereich und hier besonders bei den Berufskraftfahrern noch viele offene Stellen. Aus Gesprächen mit Unternehmern wisse sie, dass viele Firmen nur die Hälfte oder sogar noch weniger der Ausbildungsplätze besetzen konnten. Bei den technischen Berufen gebe es 205 neue Ausbildungsverträge, was ungefähr dem Vorjahresniveau entspreche. Erfreulich sei, dass viele Firmen im kaufmännischen Bereich ihre Ausbildungsplätze besetzen konnten, „und zwar durchaus mit leistungsstarken Bewerbern“, sagt Steiger. Gerade unter den männlichen Bewerbern sei die Sparte beliebt, besonders der Beruf des Kaufmanns für Büromanagement. Insgesamt liege man im Landkreis Neu-Ulm bei den Ausbildungsplätzen im Einzel- und Großhandel zehn Prozent über anderen Regionen.

Der Trend gehe dahin, dass immer mehr junge Menschen nach der Mittleren Reife die Fachoberschule besuchen würden, so die Leiterin der Fachabteilung Ausbildung. Dafür habe der Anteil der Azubis mit Mittelschulabschluss und Abitur zugenommen. 38 Prozent der Auszubildenden in Schwaben hätten die Mittelschule besucht. Die IHK rate Betrieben, neue Potenziale zu erschließen.

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Dazu zählten Studienabbrecher genauso wie junge Mütter, die Teilzeitausbildungen absolvieren könnten. „Und konsequenterweise auch junge Flüchtlinge“, betont Steiger. Ab Mitte September würden diese an der Berufsschule in Neu-Ulm in einem sogenannten Berufsintegrationsjahr beschult, wo sie deutsch lernten.

Josefine Steiger appelliert, dass es für Interessierte auch jetzt noch nicht zu spät sei, sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Es gebe noch 23 offene Stellen im Landkreis Neu-Ulm. Generell würden die Firmen auch Bewerbern eine Chance geben, die das ein oder andere Defizit in einem Bereich hätten. Wichtig sei, dass die jungen Menschen zeigten, dass sie motiviert und interessiert seien. „Noten sind nicht alles“, so Steiger.

Obwohl die Schülerzahlen wegen des demografischen Wandels sinken würden, bleibe die Zahl der Auszubildenden im Handwerk im Landkreis Neu-Ulm konstant. Für Monika Treutler-Walle, Sprecherin der Handwerkskammer für Schwaben (HWK), ein Grund zur Freude. Sie sieht darin ein klares Indiz, dass das Handwerk noch immer gefragt ist. „Die Konjunktur im Handwerk ist klasse“, sagt Treutler-Walle. 84 Ausbildungsplätze im Landkreis Neu-Ulm seien in der Lehrstellenbörse der HWK eingetragen, die sofort besetzt werden könnten. 183 Lehrstellen im Kreis seien bereits vergeben. Jedoch müsse beachtet werden, dass erst 70 Prozent der Verträge eingetrudelt seien. Die Zahl der besetzten Ausbildungsplätze werden also noch nach oben gehen, so die HWK-Sprecherin.

In Zeiten des Fachkräftemangels würden sich die Betriebe stark bemühen, passenden Nachwuchs zu finden – sei es beispielsweise bei Ausbildungsmessen oder mit Präsentationen in der Schule. „Die Firmen haben das sehr wohl auf der Agenda“, so Treutler-Walle. Auch die Handwerkskammer selbst sei mit zwei großen Kampagnen, in den sozialen Netzwerken oder mit einer Lehrstellen-App aktiv. „Wir ziehen wirklich alle Register.“

In einigen Branchen tun sich Betriebe besonders schwer, genügend geeignete Lehrlinge zu finden. Wie Monika Treutler-Walle sagt, suche das Nahrungsmittelhandwerk – Bäckereien, Fleischereien, Konditoreien – für Produktion und Verkauf Azubis. Jedoch auch Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik seien begehrt. Das sei eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit, die gute mathematische Kenntnisse und viel Vorstellungsvermögen voraussetze. Wegen der Energiewende sei es auch ein Beruf mit Zukunft, fügt Treutler-Walle an. Für das Handwerk blickt sie optimistisch nach vorn. Dort seien die Menschen nicht zu ersetzen. „Roboter können kein Dach decken“, sagt sie.

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Ein Artikel von
Michael Seefelder

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