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02. September 2010 21:05 Uhr

Hochschulen fühlen sich für Ansturm an Abiturienten gerüstet

Ulm/Neu-Ulm Der Ansturm der Studienanfänger kann kommen: Gelassen blicken die Hochschulen in der Region dem doppelten Abiturientenjahrgang in 2011 entgegen. "Wir bereiten uns seit Jahren darauf vor", sagt Uta Hofele, Pressesprecherin der Hochschule in Neu-Ulm. Gegen die drohende Abiturientenschwemme setzt die FH wie alle Hochschulen in Bayern vor allem auf mehr Studienanfängerplätze. Extra für die Schüler des auslaufenden neunjährigen Gymnasiums, die mit einer Sonderregelung bereits um Ostern herum Abitur schreiben, hat die FH zudem den Starttermin des Sommersemesters nach hinten verschoben. Damit könnten die Schüler direkt im Anschluss an ihre Prüfungen mit dem Studium beginnen, sagt Hofele. Das Gute in Neu-Ulm: Alle Studiengänge starten auch zum Sommersemester.

Hochschulen fühlen sich für Ansturm an Abiturienten gerüstet

Für den ersten Jahrgang des achtjährigen Gymnasiums dagegen kommt auch der spätere Semesterstart am 2. Mai noch zu früh. Die G8-Schüler legen ihre Reifeprüfung erst ab Mitte Mai ab und drängen damit zum Wintersemester an die Hochschulen. Damit auch sie nicht vor verschlossenen Türen stehen müssen, erhöhte die FH mit Unterstützung des Freistaats seit dem Wintersemester 2007/08 schrittweise die Zahl der Studienanfängerplätze. Auch die Hochschule in Ulm wappnet sich bereits seit Langem für die doppelten Abiturjahrgänge, zuerst den in Bayern und ein Jahr später den im eigenen Bundesland Baden-Württemberg. Unter anderem richtete die Hochschule den neuen Studiengang "Energiesysteme" ein, bestätigt Rektor Achim Bubenzer. Gegen die drohende Platznot will die Hochschule weiter Räume anmieten. Mit dem Platz eng werden könnte es auch an der Universität Ulm, befürchtet Vize-Präsident Ulrich Stadtmüller. Trotzdem wolle man zuerst einmal abwarten, ob es wirklich zu dem angekündigten Ansturm komme.

Für die G9-Schüler aus Bayern, die schon zum Sommersemester starten können, soll es eine Sonderregelung geben. Zwar beginnt die Uni in Ulm schon Mitte April, also selbst für die G9-Schüler zu früh, trotzdem will die Uni die frischgebackenen Abiturienten aus Bayern zulassen, zur Not als Nachrücker.

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IHK wirbt für Ausbildung

Für einen ganz anderen Weg wirbt die IHK in Schwaben. Sie will die Abiturienten für eine Ausbildung begeistern. Damit Unternehmen auch gezielt Lehrstellen für Schüler mit Hochschulreife schaffen, rührt die Kammer bei der Wirtschaft kräftig die Werbetrommel, sagt Sprecherin Regina Lindig.

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