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21. März 2010 19:45 Uhr

Josefinen und Josefs feiern ihren Namenspatron

Roggenburg Der wohl berühmteste Zimmermann der Weltgeschichte Josef von Nazareth steht im Mittelpunkt des Josefsfestes in Roggenburg. Eröffnet wurde es heuer mit einem Festgottesdienst in der Klosterkirche, den Pater Rainer Rommens, der Prior des Klosters Roggenburg zelebrierte. Er ist neben Josef Bergert einer der beiden Gründerväter der "Interessengemeinschaft für Josefsfeste und Josefsnachwuchs in Roggenburg", kurz: IJJR. Auch der jüngste "Sepp" Roggenburgs, der vierjährige Josef Allstätter feierte mit. Von Manfred Deger

Josefinen und Josefs feiern ihren Namenspatron
Foto: ALFA

Die IJJR gewährt aus ihrem "Josefsfonds" allen Kindern in Roggenburg, die auf den Namen Josef, Josefa oder Josefine getauft werden, ein Taufgeschenk. Dennoch wählen derzeit wenige Eltern diese Namen: "Wir hoffen, dass unsere Gebete erhört werden und wir nicht wieder Jahrzehnte auf männlichen oder weiblichen Josefsnachwuchs warten müssen", sagten Josef Bergert und Pater Rommens schmunzelnd. In den vergangenen vier Jahren taufte Pater Rainer Rommens bereits einen Josef und eine Josefina. Der "Josefstag" ist ein alter Bauernfeiertag, der früher in Schwaben in allen Familien gefeiert wurde. Die IJJR will ihn wieder mehr ins Bewusstsein rufen. "Josef von Nazareth ist der Heilige der Arbeiter und Handwerker. Er ist ein Vorbild der Arbeit im Dienst an Gott und den Menschen. Ohne ihn hätte die Weltgeschichte einen anderen Lauf genommen, er beschützte seinen angenommenen Sohn Jesus vor den Nachstellungen des Herodes, er gab uns allen ein Beispiel dafür, mutig gegen herrschende Meinungen und Vorurteile einzutreten", sagte Pater Rainer Rommens in seiner Predigt. Der Gottesdienst wurde vom Roggenburger Männergesangverein Liederkranz und von den Bubenhauser Alphornbläsern musikalisch gestaltet. Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Namensvettern im Schützenheim, wo bei "Mostkutteln", Fastenbier und urschwäbischen Gedichten gefeiert wurde. Bergert ließ den "Josefshut" des IJJR "kreisen", damit der Fonds für künftige Aufgaben gestärkt würde, wie er augenzwinkernd bemerkte. Es spielten die "Werkstattmusik" aus Bubenhausen und die Alphornbläser. Unter den Gästen war auch Roggenburgs kleinster Sepp, der vierjährige Josef Allstätter. Er war das erste Baby, das innerhalb der vergangenen 29 Jahre in der Gemeinde Roggenburg auf den Namen "Josef" getauft wurde.

Mit schwäbischem Humor sorgte der Krumbacher Mundartdichter Alois Josef Walter dafür, dass die Josefinen und Josefs "des Gfrett zwischa Ma und Frau" vergaßen.

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