Weißenhorn. Steven Rohrhirsch startet dieses Jahr zum dritten Mal zusammen mit seinem Schulfreund Jonas Leisentritt beim Wettbewerb „Jugend forscht“ für junge Tüftler. Zuhause beobachteten die beiden Forscher aus der Fuggerstadt, wie schnell „Bio-Karotten“ ungenießbar wurden. Und so kam die Frage auf, ob „bio“ wirklich besser und gesünder ist und ob mehr Vitamin C im Produkt ist, als bei handelsüblicher Ware. Zu Beginn kauften die beiden 15-jährigen Schüler Orangen und Paprika aus dem Biosupermarkt, einer Supermarktkette und importierten sogar frische Orangen aus Sizilien. Ihr erstaunlicher Befund: „Bei der handelsüblichen Orange war der Vitamin-C-Gehalt zweieinhalbfach so groß, wie aus dem Bioladen“, erkläutert Steven Rohrhirsch. Die zwei Weißenhorner Forscher schnitten die Orange in Zwei, pressten den Saft heraus und konnten dann durch einen Teststreifen den Vitamin-C-Gehalt prüfen. Das Fazit: „Es lohnt sich nicht immer, die teuren Bioprodukte zu kaufen.“ Doch bei der Paprika war das anders, fügt Forscher-Kollege Jonas hinzu. Das Gemüse aus dem Bioladen sei gehaltvoller an Vitamin C gewesen, doch nach Angaben der Nachwuchswissenschaftler müssten die Verbraucher dafür tiefer in die Tasche greifen. Im Supermarkt seien Paprika wesentlich günstiger zu erhalten. Ein Tipp der Forscher: Wenn jemand auf Bio nicht verzichten möchte, sollte er auf das Bio-Siegel achten. Oder noch besser: „Man baut sein Gemüse selber an. Dann weiß man, was man hat.“ (kej)
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