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Ulmer Innenstadt: Junge Männer bedrohen Opfer mit Pistole und Machete

Ulmer Innenstadt

Junge Männer bedrohen Opfer mit Pistole und Machete

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    Am Landgericht Ulm müssen sich drei mutmaßliche junge Räuber verantworten.
    Am Landgericht Ulm müssen sich drei mutmaßliche junge Räuber verantworten. Foto: Alexander Kaya

    Bedroht wurden die Opfer jeweils mit Schreckschusspistole und einer Machete. Seit Mittwoch müssen sich die zwei 19-Jährigen und ihr 17-jähriger Komplize vor der 6. Großen Jugendkammer des Landgerichts verantworten. Das Verfahren ist bis Mitte April terminiert und gibt auch Einblicke in die Ulmer Drogenszene sowie das seltsame Gebaren eines Ulmer Goldhändlers, der wegen Hehlerei verurteilt worden war.

    Diesem soll einer der Angeklagten eine Goldkette verscherbelt haben, die er seiner Mutter angeblich gestohlen habe. Unter der Hand habe der Geschäftsmann diese Ware weiterverkauft. „Aus Rache für seine Mutter“ will der Türke mit einem seiner Freunde im November 2011 den Überfall auf das Juweliergeschäft geplant haben. Es seien aber auch Geldnöte gewesen, die ihn veranlassten, den Mann zu berauben.

    Der junge Angeklagte, der wie beiden Komplizen in Fußketten und Handschellen aus der U-Haft in den Schwurgerichtssaal geführt wurde, erläuterte dies vor Gericht so: Weil er wegen undurchsichtiger Drogengeschäfte russischstämmigen Leuten Geld schuldete, hätten diese ihn und seine Familie bedroht.  In seiner Not habe er keine andere Wahl gehabt, als sich auf kriminelle Weise Geld zu beschaffen.

    Das Räuberduo passte einen Moment in den frühen Abendstunden ab, um maskiert und mit gezogenen Waffen in ein Juweliergeschäft einzudringen. Sie zwangen den Geschäftsmann, sich auf den Boden zu setzen und forderten den Schlüssel zum Tresor. Der Mann nutzte jedoch einen Moment der Unaufmerksamkeit der Täter und flüchtete durch eine Hintertür ins Freie. Panikartig verdrückten sich die mutmaßlichen Räuber daraufhin und nahmen erst mal einen Joint, um das Adrenalin herunterzufahren.

    Wenig später planten die beiden Angeklagten einen zweiten Raubüberfall, wobei ein 17-jähriger Freund spontan seine Mithilfe anbot.

    Ein kleines Café wurde in Augenschein genommen. Die jungen Männer zogen sich ihre Masken über den Kopf und drangen mit gezückter Schreckschusspistole und erhobener Machete ein. Sie erbeuteten aus der Geldtasche der Bedienung rund 1500 Euro und nahmen auch ein iPad im Wert von 500 Euro mit.

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