Samstag, 17. Februar 2018

09. Februar 2018 05:55 Uhr

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Kinderlachen auf dem Webereigelände

An der Dillmannstraße wird ein neuer Kindergarten mit fünf Regel- und vier Krippengruppen gebaut. Architekten stellen vor, wie die große Einrichtung aussehen soll.

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Rund um die Weberei ist noch vieles unklar, im Speziellen, was die Zukunft der Halle betrifft. Eines ist aber gewiss: In ein paar Jahren werden viele Kinder auf den Wiesen des Geländes herumtollen. Auf dem Webereiareal entsteht eine neue Kindertageseinrichtung mit fünf Kindergarten- und vier Krippengruppen. Der Sendener Stadtrat hat den vorgestellten Entwurf in seiner jüngsten Sitzung genehmigt. Dass die Stadt dringend mehr Betreuungsplätze braucht, zeichnet sich schon länger ab. Bis 2020, so besagt eine Analyse der Verwaltung, sind insgesamt mindestens sechs weitere Regel- und vier Krippengruppen nötig.

Nach einem Teilnahmewettbewerb hat das Münchner Architekturbüro Leupold-Brown-Goldbach den Zuschlag für das Projekt erhalten. Die Architekten Christian Goldbach und Brigitte Hoernle stellten den Entwurf in der Sitzung vor. Bauherr ist die Stadt, Träger wird die katholische Kirchstiftung St. Josef.

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Der neue Kindergarten soll an der Dillmannstraße nähe der Hauptstraße gebaut werden. An der Ecke sollen auch Parkplätze entstehen. Auf dem Grundstück der Weberei liegt er damit in zentraler Lage. Die Architekten schienen von dem Vorhaben begeistert, sie stellten ihre Ideen für das Gebäude regelrecht euphorisch vor – dies kam auch bei den Stadträten gut an.

Zwei Stockwerke und ein hübsches Foyer

Der zukünftige Riesen-Kindergarten wird als zweigeschossiges Gebäude ohne Unterkellerung geplant. Er soll aus zwei abknickenden Gebäudeteilen bestehen – einmal Kindergarten, einmal Krippe. Jedes Haus ist als Einzelbaukörper erkennbar und funktioniert unabhängig mit eigenen Treppenhäusern und Aufzug. Verbunden werden die Gebäude nach der Idee der Architekten über ein gemeinsames zweigeschossiges Foyer, das aus vielen Glaselementen besteht. Dieses soll der Bereich zum Ankommen sein. Gleichzeitig könne es für Veranstaltungen und als Spielbereich bei schlechtem Wetter dienen.

Das Gebäude fügt sich durch seine Form gut auf das Grundstück ein, zudem könne so der dortige Baumbestand erhalten werden, erklären die Architekten. Im südlichen Bereich sind große Gärten geplant, zudem kommt darüber ein umlaufender Balkon. Zum einen als Gartenzugang für die Kindergruppen im Obergeschoss und zum anderen als notwendige Rettungswege. Auch innerhalb des Gebäudes sollen die Gruppenräume gen Süden eingerichtet werden, damit die Kinder genug Sonne bekommen, ins Erdgeschoss kommen je zwei Krippen- und Regelgruppen, ins Obergeschoss zwei Krippen- und drei Gruppenräume. In den nördlichen Räumen entstehen nach dem Plan Toiletten, Technikräume und die Küche.

Die Architekten haben einige Tricks angewendet

Neben dem Foyer im Obergeschoss sollen Räume für die Elternberatung mit Wartezone und unabhängigem Sanitärbereich entstehen, zudem Logopädie- und Ergotherapieräume.

Wie Architekt Goldbach betonte, sei es nicht ganz einfach gewesen, so viele Gruppen unterzubringen. Durch einige Tricks, wie den Flur als Garderobe zu nutzen oder das Gebäude zweigeschossig zu machen, sei alles nun effizient. „Viel mehr geht nicht“, sagte er. Er gab zu, dass zwei Ebenen gerade in einer Krippe nicht optimal seien, doch das sei die günstigste Variante. Generell sei viel Pragmatisches dabei und „kein Firlefanz“, wie Goldbach sagte.

Die Planer sagten zu, auf die Ausgaben zu achten. „Wir waren bisher immer im Soll“, sagten beide. Auch das erleichterte die Stadträte sichtlich – war doch zuvor in der Sitzung noch über die schwierige Haushaltslage diskutiert worden. Die Verwaltung rechnet grob mit acht bis neun Millionen Euro, doch genau wisse man das nie. „Jede Zahl, die ich hier nenne, ist falsch“, sagte Bürgermeister Raphael Bögge. Die Räte regten an, das Projekt mit ähnlichen Kindergärten und den dort entstandenen Kosten zu vergleichen, um eine grobe Ahnung zu bekommen.

Insgesamt waren alle Stadträte begeistert von dem Entwurf und den Ideen der Architekten.

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