Freitag, 27. Mai 2016

17. März 2014 08:04 Uhr

Neu-Ulm

Kröger zwingt OB Noerenberg in die Stichwahl

Der Oberbürgermeister verpasst die absolute Mehrheit und auch seine Partei muss Federn lassen Von Bernhard Junginger und Michael Böhm

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Kurz und schmerzlos: Amtsinhaber Gerold Noerenberg und Herausforderer Detlef Kröger schüttelten sich im Edwin-Scharff-Haus nur kurz die Hand – in zwei Wochen stehen sie sich in einer Stichwahl gegenüber.
Foto: Horst Hörger

Die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterwahl bleibt spannend und geht in eine zweite Runde: Nachdem sich keiner der drei Kandidaten gestern die absolute Mehrheit sichern konnte, stehen sich am Sonntag in zwei Wochen Amtsinhaber Gerold Noerenberg (46 Prozent) und Unternehmensberater Detlef Kröger (41,4 Prozent) in einer Stichwahl gegenüber. Für Optiker Stephan Salzmann (12,5 Prozent) ist der Traum vom Amt des Oberbürgermeisters dagegen ausgeträumt.

Während Noerenberg (CSU) sein Ergebnis als „nicht schlecht“ ansah, sich aber „natürlich gefreut hätte, wenn es ein paar Punkte mehr gewesen wären“, lief Herausforderer Kröger gegen 19.35 Uhr mit einem breiten Grinsen im Gesicht im Edwin-Scharff-Haus ein. Dorthin hatte die Stadt zur Präsentation der Ergebnisse eingeladen. „Heute fühlt es sich wie ein Sieg an“, erklärte Kröger, der von vier Parteien (SPD, Grüne, Freie Wähler, FDP) ins Rennen geschickt worden war. Nun ginge es aber in den kommenden beiden Wochen darum, auch noch den letzten Rückstand auf Amtsinhaber Noerenberg aufzuholen.

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Dieser zeigte sich äußerlich recht emotionslos, als auf der Leinwand vor ihm das Ergebnis aufflackerte, das Freie-Wähler-Fraktionschefin Christina Richtmann als „eine Klatsche für OB Noerenberg“ bezeichnete. Er habe – zumindest was ihn selbst betrifft – mit einem derartigen Abschneiden gerechnet. „Es war zu befürchten, dass ein dritter Kandidat eher mir schadet als meinem Herausforderer“, erklärte Noerenberg, der bei seiner dritten Wahl zum ersten Mal in ein Stechen muss. „Völlig ratlos“ zeigte er sich bezüglich der Wahlbeteiligung von nur 38 Prozent: „Was sollen wir Politiker noch tun, um die Bürger zum Wählen zu motivieren? Ich muss auch mich hinterfragen, ob ich zu zurückhaltend war oder was wir in den nächsten zwei Wochen anders machen müssen.“

Auf genau dem richtigen Weg sieht sich dagegen SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Martin Wöhner. „Das Projekt Wöhner-Kröger war erfolgreich. Der Wechsel im Rathaus wurde heute eingeleitet.“ Ebenfalls positiv, aber nicht ganz so euphorisch äußerten sich Alfred Schömig (FDP) und Rainer Juchheim. „Unser Ziel war es, die absolute Mehrheit von Noerenberg zu verhindern. Das ist uns gelungen“, sagte Juchheim. Schömig zeigte sich vor allem überrascht vom Abschneiden Stephan Salzmanns. „Nun kommt es darauf an, für wen sich seine Wähler in zwei Wochen entscheiden.“ Schon gestern Abend begann daher das Buhlen der beiden Lager um die Gunst von Salzmann und Pro Neu-Ulm, für die der Optiker angetreten ist. „Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, ob wir eine Empfehlung aussprechen“, kündigte Fraktionsvorsitzender Albert Obert an. Auch Salzmann hielt sich gestern bedeckt, hatte aber in den vergangenen Wochen häufiger angedeutet, dass er Gerold Noerenberg einem Detlef Kröger vorziehen würde. Zu seinem eigenen Ergebnis sagte er: „Es ist wie mit einem guten Wein – und zwölf Prozent sprechen für einen ganz ordentlichen Wein.“

CSU verliert zwei Sitze, SPD gewinnt

Im deutlich hochprozentigeren Bereich bewegte sich gestern die CSU bei der Stadtratswahl – richtig zufrieden sein dürfte sie mit dem Ergebnis aber trotzdem nicht. Die Christsozialen kamen auf 41,2 Prozent und besetzen künftig im Stadtrat nur noch 18 statt wie bisher 20 Stühle. Genau diese zwei Sitze wandern zur SPD (24 Prozent), die mit elf Räten im Gremium vertreten ist. Bei den Grünen (11 Prozent/5 Sitze), Pro Neu-Ulm (8,8/4), der FDP (6,9/3) und den Freien Wählern (7,8/3) bleibt alles beim Alten.

- CSU: Gerold Noerenberg, Christa Wanke, Johannes Stingl, Susanne Salzmann, Bernhard Maier, Hermann Hillmann, Reinhard Junginger, Erich Niebling, Peter Noll, Anita Schick, Thomas Mayer, Waltraud Oßwald, Thomas Ott, Ursula Hörger, Rupert Seibold, Katrin Albsteiger, Beate Adä-Treu, hans Aicham-Bomhard

- SPD: Rosl Schäufele, Gerhard Hölzel, Antje Esser, Rudolf Erne, Ulrich Schäufele, Karl-Martin Wöhner, Erich Krnavek, Ulrich Seitz, Günter Kammerer, Petra Trett, Alfred Westermayer

- Grüne: Rainer Juchheim, Gabriele Salzmann, Mechthild Destruelle, Gerlinde Koch, Annette Neulist

-FDP: Alfred Schömig, Günter Gillich, Andrea Krnavek l FWG:Christina Richtmann, Till Bauer, Andreas Schuler lPro Neu-Ulm: Stephan Salzmann, Klaus-Werner Lüdtke, Albert Obert, Siegfried Meßner.

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