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23. Februar 2012 06:00 Uhr

Landtagswahl: Wegerer

Die Strategen bei der CSU und der SPD stecken schon tief in den Personaldiskussionen für die in eineinhalb Jahren stattfindende Landtags- und Bezirkstagswahl. Bei den Freien Wählern im Landkreis dagegen herrscht noch Funkstille.

Von Roland Ströbele

 „Das ist noch viel zu früh, wir werden uns darüber erst ein in paar Monaten unterhalten“, sagte der FWG-Kreisvorsitzende Dieter Wegerer gegenüber unserer Zeitung. Eine wichtige Personalentscheidung ist aber bei den Freien Wählern im Landkreis schon gefallen: Dieter Wegerer will nicht mehr als Direktkandidat für den Landtag antreten. „Ich stehe dafür nicht mehr zur Verfügung“, erklärte der Nersinger Ex-Bürgermeister. Wer seinen Platz einnehmen soll, ist in den Reihen des FWG-Vorstandes noch vollkommen offen.

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Manche in der FWG wittern Morgenluft

Je nachdem, wie sich die politische Großwetterlage in Bayern entwickelt, dürfte das Personalkarussell auch bei den Freien Wählern bald in Schwung kommen. Nicht wenige innerhalb der Organisation wittern Morgenluft und glauben, dass die CSU nochmals Federn lassen müsste und die FWG davon profitieren könne.

Sollten Meinungsumfragen einen dementsprechenden Trend bestätigen, würden sich unter Umständen mehr Bewerber auch im Landkreis Neu-Ulm melden, glauben FWG-Insider.

Ob es ein FWG-Kandidat aus dem Landkreis bei der Wahl im Herbst nächsten Jahres den Sprung in den Landtag schafft, hängt in erste Linie von dessen Platzierung auf der Landesliste ab. Und da wird es nicht nur bei den Freien Wählern eng. Im Kampf um die vorderen Plätze haben erfahrungsgemäß die Hausmächte die besseren Karten. Inwieweit sich ein Kandidat oder eine Kandidatin aus dem Landkreis Neu-Ulm im internen Wettrennen um eine aussichtsreiche Listenplatzierung durchsetzen kann, ist noch unklar. Dies wird auch davon abhängen, wen die Wählerorganisation aufzubieten hat. Bislang ist noch niemand in Sicht, der sich aufdrängen würde.

Für Dieter Weger aus Nersingen ist das Kapitel Landtagskandidatur Geschichte. Er war im Stimmkreis Neu-Ulm vor vier Jahren Direktkandidat der Freien Wähler, die sich damals nach einer intern heftig umstrittenen Entscheidung erstmals um Mandate im Maximilianeum beworben hatten. Nicht zuletzt wegen seines relativ schlechten Listenplatzes hatte Wegerer damals aber nicht den Hauch einer Chance. Leer ausgegangen war auch der Vöhringer Bürgermeister Karl Janson, der sich um ein Direktmandat im schwäbischen Bezirkstag beworben hatte.

Nach dem Zeitplan der Freien Wähler im Landkreis sollen zwar noch vor der Sommerpause erste Gespräche über die anstehenden Personalien geführt werden. Zunächst müsse aber sondiert werden, wer möglicherweise bereit ist, den Stress eines Wahlkampfes angesichts relativ geringer Erfolgsaussichten auf sich zu nehmen. In dieser Frage sei die Personaldecke relativ dünn, verlautete aus den Reihen der Mitglieder.

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