Neu-Ulm Nicht abschrecken von den widrigen Bedingungen ließen sich 50 Teilnehmer mit und ohne Behinderungen, die sich zur Regionalkonferenz am verschneiten Samstag in den Neu-Ulmer Donau-Iller-Werkstätten eingefunden hatten. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hatte dazu eingeladen, das neue Grundsatzprogramm zu diskutieren, das im Oktober verabschiedet werden soll.

Extra dafür aus Berlin angereist war Wilfried Wagner-Stolp, Koordinator dieses Projektes. Das Grundsatzprogramm als Leitbild der Lebenshilfe orientiert sich an den Menschenrechten, Recht auf Teilhabe und Inklusion und Solidarität unter den Bürgern. Die Lebenshilfe möchte die Umsetzung weiter vorantreiben. Unterstützt von Mitarbeitern des Landesverbandes Bayern und Professor Dr. Theo Klauß aus Heidelberg, der zum Inhalt des Grundsatzprogramms sprach, wurden weitere wichtige Eckpunkte zum Thema erarbeitet und in die Zentrale des Bundesverbandes mitgegeben. So zum Beispiel die Aussage, dass sich die Einrichtungen der Lebenshilfe nicht nur als Anwalt für Menschen mit Behinderungen sehen wollen. Lebenshilfe, so der Grundtenor, müsse allen Menschen angeboten werden. Dazu gehören Angehörige und Betreuer, aber auch jeder andere Bürger. Die Lebenshilfe will sich niemandem verschließen, der Probleme hat. Zumindest will sie jedem helfen, den richtigen Ansprechpartner für seine Nöte zu finden.
"Mit diesem neuen Grundsatzprogramm stellt sich die Lebenshilfe der Zukunft in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen", so die positive Bewertung von Bernd Renzhofer, Geschäftsführer der Lebenshilfe Donau-Iller. (AZ)
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