Freitag, 19. Januar 2018

24. Januar 2013 12:03 Uhr

Arbeitsgericht

Legoland will Kündigung durchsetzen

Betriebsratsvorsitzender Nikolaus Lauter soll gehen, doch so einfach ist das nicht Von Nadine Bradl Und Georg Schalk

i

So sieht es vor dem Arbeitsgericht Neu-Ulm auch nicht alle Tage aus: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatte zur Demonstration aufgerufen, um den Legoland-Betriebsratsvorsitzenden zu unterstützen.
Foto: Andreas Brücken

Neu-Ulm/Günzburg Weiß-rote Fahnen, gelb leuchtende Warnwesten und eine Stelzenläuferin: Dieses Bild bot sich gestern vor dem Neu-Ulmer Arbeitsgericht. Denn die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte zur Demonstration aufgerufen, etwa 40 Unterstützer kamen – darunter auch der Neu-Ulmer SPD-Stadtrat Karl-Martin Wöhner und der Landessprecher der Linken, Xaver Merk (Senden). Auslöser war die Kündigung des Legoland-Betriebsratsvorsitzenden Nikolaus Lauter, die das Unternehmen vor Gericht durchsetzen möchte. Nötig war der Termin geworden, weil der Betriebsrat seine Zustimmung verweigert hatte.

Als Kündigungsgründe nannten die Rechtsanwälte von Legoland unter anderem einen nicht genehmigten Urlaubstag und Äußerungen in einem Interview. Viel Licht ins Dunkel der Anschuldigungen brachten die Anwälte allerdings gestern nicht. Und auch der Betriebsratsvorsitzende hielt sich bedeckt. Lauter antwortete nur auf direkte Fragen des Richters und wies die Anschuldigungen zurück.

ANZEIGE

Deutlich auskunftsfreudiger zeigten sich die Gewerkschaftsvertreter und Politiker, die an diesem Tag nach Neu-Ulm gekommen waren. „Das ist eine Frechheit, eine Schweinerei. Das werden wir uns nicht gefallen lassen“, rief zum Beispiel Schwabens NGG-Gewerkschaftssekretär Thomas Schwarz in ein Megafon. Es sei ganz klar ein Zusammenhang zwischen dem Tarifstreit und der Kündigung zu erkennen, alle anderen Gründe seien vorgeschoben.

Günzburgs Oberbürgermeister will sich nicht einmischen

Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig wollte sich nicht in den aktuellen Konflikt einmischen. Grundsätzlich seien tarifliche Auseinandersetzungen Sache der Tarifpartner und nicht Tagesgeschäft der Kommunalpolitik. „Gleichwohl liegt mir persönlich sehr viel daran, dass Arbeitnehmer durch ihre eigene Arbeitsleistung ihren Lebensunterhalt bestreiten können“, sagte der Rathauschef auf Anfrage unserer Zeitung. Gute Arbeit solle gut bezahlt werden. Grundsätzlich plädierte der SPD-Politiker dafür, in Deutschland endlich einen gesetzlich verankerten Mindestlohn einzuführen. „Ich hoffe und wünsche mir, dass sich die Verantwortlichen im Park und der Arbeitnehmervertretung an einen Tisch setzen, um ein gemeinsames Konzept auszuloten, damit der Park zur Ruhe kommt“, meinte Jauernig. »Wirtschaft

i

Ihr Wetter in Neu-Ulm
19.01.1819.01.1820.01.1821.01.18
Wetter Unwetter
                                                Wetter
                                                Schneeschauer
	                                            Wetter
	                                            Schneeregen
                                                Wetter
                                                Schneeschauer
Unwetter0 C | 3 C
-1 C | 3 C
-2 C | 2 C
Das Wetter aus Ihrer Region
Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Alles rund um die Basketballer

Wie gut kennen Sie Neu-Ulm?

Bauen + Wohnen

Alle Infos zum Messenger-Dienst
Unternehmen aus der Region


Partnersuche