Samstag, 17. Februar 2018

09. Februar 2018 06:00 Uhr

Roggenburg

Mehr Platz für die Ingstetter Feuerwehr

Noch 2018 könnten in dem Roggenburger Ortsteil die Bauarbeiten für den dringend benötigten Anbau am Gerätehaus starten. Von Angela Häusler

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So sieht der Entwurf für einen Erweiterungsbau am Gerätehaus aus, den der Bauingenieur Markus Rupp im Gemeinderat vorgestellt hat.
Foto: Visualisierung Markus Rupp

Die Freiwillige Feuerwehr Ingstetten braucht dringend Platz für ein neues Fahrzeug. Den soll sie nun bekommen, und zwar in Form eines Anbaus ans bestehende Gerätehaus. Geht die Planung glatt, dann könnte noch in diesem Jahr Baubeginn sein.

Ein Tragkraftspritzenfahrzeug ist es, das die Ingstetter Wehr dem aktuellen Feuerwehrbedarfsplan zufolge braucht, um angemessen ausgerüstet zu sein. Das jetzige Fahrzeug ist deutlich kleiner und schon mehr als 30 Jahre alt. Das Neufahrzeug passt in die bisherige Fahrzeughalle aber nicht mehr hinein.

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Bauingenieur Markus Rupp, der bereits mehrere andere Feuerwehrgerätehäuser im Landkreis geplant hat, präsentierte dem Roggenburger Gemeinderat diese Woche seine Überlegungen. Er hat bei seinen Untersuchungen und in Abstimmung mit der Feuerwehr festgestellt, dass neben dem Stellplatz auch ein separater Umkleideraum, eine neue Heizung im Altbau sowie ein Lager für Sandsäcke benötigt werden. Platz muss das Haus für die aktuell 30 Aktiven und die Jugendgruppe bieten. Außerdem sollen dort weiterhin Gemeindegerätschaften gelagert werden können.

Rupp plant einen direkt ans Gebäude anschließenden Anbau, der eine sechs mal zwölf Meter große Fahrzeughalle mit Tor beinhaltet. Der Umkleideraum nebenan soll über einen eigenen Zugang von außen erreichbar sein. Auch ein neuer Technikraum ist eingeplant. Die Nutzung des Altbaus mit Schulungsraum bleibt bestehen. Zusammen mit dem Anbau soll das Gerätehaus 230 Quadratmeter groß werden. Der Anbau hat die Form eines Rechtecks mit leicht geneigtem Dach. Als Fassade schlug Rupp Holzpaneele oder Betonplatten vor. Denn der Neubau solle sich auch mit der Fassade vom Bestand abheben, weil er insgesamt eine völlig andere Form aufweise.

Der Bau könne, so berichtete der Planer, in Fertigteilbauweise entstehen. Das werde die Kosten in Grenzen halten. Er schätzt die Nettokosten auf ungefähr 200000 Euro, inklusive der Heizungsmodernisierung im Altbau.

Für „Kopfzerbrechen“ sorge der bestehende Schlauchturm am Gebäude, fügte Rupp hinzu. Ob der Turm weiterhin gebraucht wird, sei noch zu klären. Eine weitere Schwierigkeit auf dem Grundstück sei, dass dort unterirdisch in einem Kanalrohr der Schmiedebach fließt. Die Gestaltungsmöglichkeiten seien dadurch eingeschränkt. Zu berücksichtigen sei auch, dass auf dem Areal weiterhin Platz fürs Dorffest und den Schulbus bleibt.

Bei den Gemeinderäten stießen die ersten Entwurfspläne auf Zustimmung. Nur die vorgeschlagene Fassadengestaltung gefiel nicht allen. Eine Holzfassade sei zu pflegeintensiv, befürchtete Anton Schmid und plädierte für einen Schieferbelag. Johannes Schmid hingegen wünschte sich Putz, womöglich mit farbigem Anstrich. Thomas Franke war für Platten aus Holz und Beton, die weniger anfällig seien.

Gemäß dem einstimmig gefassten Beschluss wird der Ingenieur nun genauere Planungen für den Bauantrag ausarbeiten. Die Verwaltung soll unterdessen einen Zuschussantrag bei der Regierung von Schwaben vorbereiten und das nötige Geld im Haushaltsplan bereitstellen.

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