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12. November 2009 06:06 Uhr

Multifunktionshalle: Jetzt kann's losgehen

Ulm/Neu-Ulm Freie Bahn für die gemeinsame Multifunktionshalle: Der Stadtrat Neu-Ulm und der Gemeinderat Ulm haben gestern Abend im Haus der Begegnung mit deutlicher Mehrheit für das Millionenprojekt auf dem Neu-Ulmer Volksfestplatz gestimmt. Das bayerische Bauunternehmen Max Bögl soll die Halle bis Ende 2011 bauen und dann im Auftrag der Städte betreiben. Neu-Ulm votierte mit 28:12, Ulm mit 27:13 Stimmen für die Multifunktionshalle. Am Ende gab es Jubel und Beifall aus den dicht gefüllten Zuschauerreihen - nicht nur vonseiten der Basketballfans.

Auf Ulmer Seite waren die CDU-, FWG- und FDP-Fraktion sowie die Mehrheit der Grünen für das Projekt, SPD, zwei Grüne sowie der Linke Uwe Peiker dagegen. Bei den Neu-Ulmern fand die Halle bei CSU, Freien Wählern und SPD breite Zustimmung. Die Firma Bögl war in einem langwierigen Auswahlverfahren als Sieger hervorgegangen und erfüllte alle von den Städten bestimmte Kriterien.

Die Multifunktionshalle wird Ulm und Neu-Ulm attraktiver machen, den Bürgern mehr Lebensqualität bringen und den Standort im Wettbewerb der Städte stärken - das waren Argumente, die von den Befürwortern der Halle vorgetragen wurden. Auch die gute Zusammenarbeit der Städte wurde hervorgehoben. "Ich habe großen Respekt davor, wenn Ulmer Stadträte so eine Entscheidung treffen, auf Neu-Ulmer Gemarkung eine Halle zu bauen", sagte Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg.

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Ulms OB Ivo Gönner betonte, dass die Halle und das Thema Bildung nicht gegeneinander auszuspielen seien. Schließlich habe Ulm in der Bildungsoffensive in den vergangenen zehn Jahren 100 Millionen Euro investiert. "Der Schuldenabbau der vergangenen Jahre versetzt uns jetzt in die Lage, dieses Projekt umzusetzen."

Die Hallengegner führten an, dass das Geld in der jetzigen finanziellen Lage für andere, wichtigere Dinge gebraucht werde, etwa für den Ausbau von Krippenplätzen, Renovierung von Schulen oder den Ausbau der Straßenbahn. Rainer Juchheim (Grüne) nannte die Halle gar ein "Kuckucksei", das den Neu-Ulmern gelegt worden sei.

Letztlich brachten aber auch Berichte über eine Schmiergeldaffäre, in die der Investor vor fünf Jahren verwickelt war, die Mehrheit nicht mehr zum Wackeln. Ivo Gönner dazu: "Die Firma Bögl ist sauber und anständig."

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