Realschüler schnuppern an Ausbildungsberufen der Metallverarbeitung
Weißenhorn Eine technische Zeichnung mit Zahlen, Linien und Pfeilen und drei schmale Streifen aus Aluminium waren der Ausgangspunkt für jeden Schüler der achten und neunten Klasse an der Realschule zum „Rosenkavalier“: Eine kleine Figur aus Aluminium, die auf einem Holzsockel stehend, eine Blumenvase hält.
Wo sich sonst im Werkraum die Jugendlichen im Kunstunterricht kreativ entfalten, erstellt jeder Schüler unter fachkundiger Anleitung von Michael Kuon von der Firma Oetinger dieses kleine Kunstwerk. „Ich freue mich, dass die Schüler mit so viel Eifer bei der Sache sind“, sagt Kuon.
Dabei sieht der technische Leiter der Weißenhorner Firma auch einen ganz praktischen Hintergrund der langjährigen Zusammenarbeit mit der Realschule. Ziel sei es, das Interesse am Werkstoff Metall und die Begeisterung für Technik zu wecken. Denn nicht zuletzt gehe es auch um den Kontakt zum Nachwuchs für die eigene Ausbildungswerkstatt. Die Tatsache, dass jährlich Abgänger der Weißenhorner Realschule ihre Ausbildung bei der Firma Oetinger antreten, bestätigt den Erfolg der Kooperation.
So kann sich die 15-jährige Sabrina Luppold eine Ausbildung an der Werkbank durchaus vorstellen: „Die Arbeit macht Spaß“, resümiert die Schülerin nach ihren ersten Erfahrungen mit dem Werkstoff Metall. Auch ihre gleichalterige Klassenkameradin Linda Burgmaier ist handwerklich interessiert und mit ihrem Arbeitsergebnis sehr zufrieden. Eine Ausbildung im Metallbereich ist für sie jetzt „durchaus eine Überlegung wert“, wie sie offen bekennt. (anbr)
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