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31. Januar 2012 08:03 Uhr

Weißenhorn

Peri baut an seiner Zukunft

Was der Weißenhorner Weltmarktführer für Pläne hat.

Weißenhorn Die Umsatzkurve bei Peri zeigt steil nach oben: Mit 972 Millionen Euro im vergangenen Jahr liegt der Verschalungs- und Gerüstespezialist zwar noch hinter dem Rekordjahr 2008 (1,22 Milliarden Euro Umsatz) aber schon wieder auf dem Niveau von 2006.

Anlässlich einer Veranstaltung des Bundesverbandes der Jungen Unternehmer ließ sich das Familienunternehmen mit 1300 Beschäftigten in Weißenhorn (und 6500 weltweit) in die Karten schauen. „Unsere Vision ist simpel“, sagte Alexander Schwörer, geschäftsführender Gesellschafter und Sohn des Firmengründers Artur Schwörer, vor der versammelten Unternehmerschaft. Das unternehmerische Ziel bliebe wie eh und je, die Firma gesund in die nächste Generation zu übergeben. Peri solle auch in Zukunft ein Familienunternehmen bleiben, das nicht abhängig von Fremdkapital ist.

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Eine weltweit einzigartige Fertigungsanlage

Wie den gut 50 aus dem ganzen Süden der Republik angereisten jungen Unternehmern bei einem Firmenrundgang vor Augen geführt wurde, könne Peri nur durch Innovation und höchste Effizienz im Hochlohnland Deutschland 1300 Menschen beschäftigten.

So gibt es in Weißenhorn die weltweit einzige voll automatisierte Fertigungslanlage für Gitterträger. Kantzholz kommt auf der einen Seite rein, der „Vario GT 24 Träger“ auf der anderen Seite raus.

35 Kilometer Gitterträger pro Tag können so in Weißenhorn produziert werden, sagt Thomas Schauber, der Marketing-Leiter bei Peri.

Von den bis zu 1200 Tonnen Gitterträgern, Verschalungen, Gerüsten und Co., die täglich die Rudolf-Diesel-Straße in Weißenhorn verlassen, sei die Hälfte vor Ort produziert. Und durch die extrem effiziente Produktion in Weißenhorn würden die Lohnkosten nur acht Prozent des Verkaufspreises ausmachen.

Dennoch gebe es erste Überlegungen, auch im Ausland einen Produktionsstandort zu eröffnen. Denn teilweise lägen die Einfuhrzölle bei 50 Prozent des Verkaufspreises.

Mit weltweit 50 Tochtergesellschaften deckt Peri global so ziemlich jeden Winkel ab. Nur nicht China. Wie Alexander Schwörer gestern betonte, solle sich dies in Zukunft jedoch ändern, wenngleich es noch keine konkreten Pläne gebe.

Einen größeren Bekanntheitsgrad dürfte Peri mit dem jüngsten Großauftrag im Land der Mitte erreichen: eine Serie von Brücken und Tunnels sollen das westliche Hong Kong mit Macau und Zhuhai im Delta des Perflusses verbinden. Das Projekt soll rund zehn Milliarden US-Dollar kosten und Peri liefert Verschalungen in nicht genannter Höhe. „Ein toller Auftrag“ sagt Schwörer.

Nicht schlecht für die Bilanz des zurück liegenden Jahres waren sicherlich auch die Verschalungen sämtlicher sieben neuen Stadien für die Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine, die im Juni angepfiffen wird. 40 Millionen Euro seien diese Aufträge schwer gewesen.

Eine Ende des Wachstums durch Innovation sei nicht in Sicht: „Wir sehen weltweit noch großes Potenzial für Rationalisierung im Betonbau“, sagt Firmenchef Schwörer. Als Beweis dient ein Foto des „Ground Zero“ in Manhatten/New-York. Hier baut Peri gerade an Gebäude Nummer drei des „World Trade Centers“. Das Nachbargebäude werde noch herkömmlich gebaut. Und hinkt sichtbar hinterher.

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