"Porno Island" in Senden soll der Vergangenheit angehören: Um Swingern die Verstecke madig zu machen, kam in Senden die Säge zum Einsatz. Von Andrea Stölzle

Sex-Touristen werden es künftig schwerer haben, sich an den Sendener Baggerseen ein lauschiges Plätzchen zu suchen. Denn ein Großteil der potenziellen Verstecke im Uferbereich wurde jetzt abgeholzt. Das bestätigt Sendens Bürgermeister Kurt Baiker auf Anfrage. 5500 Euro hat das gekostet und musste genau jetzt sein, denn: „Wir mussten in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt die vegetationsfreie Zeit nutzen, um die Vogelbrut nicht zu stören.“
Das alles war Ergebnis einer Großbesprechung aller Beteiligten vor einem Jahr, denen Teile der Seenplatte gehören: Stadt Senden, Vöhringen, Wasserwirtschaftsamt, Fischereivereine, private Anlieger. Ziel war es, das wilde Lagern künftig einzudämmen. Denn durch vermeintliche Sexspiele in Gottes freier Natur, die viele Badegäste und Passanten störten, war Senden erheblich in die Negativschlagzeilen gekommen.
Als nächstes werden neue Parkplätze „Im Steinle“ folgen, die auf einem Grünstreifen errichtet werden sollen, der im Besitz der Stadt ist. Kostenpunkt: 40.000 Euro. Direkt an der Straße zum See sollen nun 50 neue Stellplätze befestigt werden. Und das bringt freilich auch zusätzliches Geld in die Kasse. Schließlich haben die neuen Parkscheinautomaten seit Sommer letzten Jahren schon ordentlich Einnahmen gebracht.
16.000 Euro kamen allein aus dem „Steinle“ (macht 7000 Tickets); weitere 5500 Euro vom Waldbaggersee (4500 Tickets). Und Bürgermeister Baiker verspricht: „Auch in dieser Saison wird wieder kontrolliert.“
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