Neu-Ulm Der "Problemfall Daumann" wird jetzt auch den Ältestenrat des Stadtrates beschäftigen. Gestern hat Oberbürgermeister Gerold Noerenberg in aller Eile eine Sitzung dieses Gremiums einberufen, nachdem aus den Reihen der ehrenamtlichen Feuerwehrleute massive Vorwürfe gegen Neu-Ulms Feuerwehrchef Rainer Daumann erhoben worden waren.
Stadträte haben schon "was läuten gehört"
Aus der Neu-Ulmer Zeitung erfuhren Oberbürgermeister Noerenberg und die Stadträte gestern, dass es mächtig knirscht im Gebälk der Feuerwehr und inzwischen Feuer unterm Dach ist. Wie gestern weiter bekannt wurde, haben einige Stadträte "in diese Richtung schon was läuten hören". Demnach habe es Rainer Daumann nicht geschafft, die ehrenamtlichen und die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr in Neu-Ulm und den Stadtteilen unter einen Hut zu bekommen, weshalb die Unzufriedenheit ständig gewachsen sei. Offensichtlich sei das Gegrummel an der Basis aber dem Feuerwehrchef entgangen.
Viele trauern noch immer Stephan Rudolph nach
Behauptungen, es sei sehr schwierig, die ehrenamtlichen Kräfte in eine Feuerwehr mit inzwischen 31 hauptamtlichen Berufsfeuerwehrleute zu integrieren, seien zwar nicht von der Hand zu weisen, aber in der Vergangenheit eindeutig widerlegt worden. Neu-Ulms ersten Berufsfeuerwehrmann Stephan Rudolph sei dieses Meisterstück sehr wohl gelungen, da er sich auch darum bemüht habe. "Der hat die Leute nicht von oben herab behandelt", sagen diejenigen, die dem Brandamtmann noch immer nachtrauern.
In der Ältestenratsitzung soll Oberbürgermeister Gerold Noerenberg vor der Sitzung des Stadtrates am kommenden Mittwoch über den "Problemfall Daumann" informieren.
Dies soll nicht in öffentlicher Sitzung geschehen: "Das wäre unschön, wenn persönliche Dinge in der öffentlichen Sitzung ausgebreitet würden." (rost)
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