Außerordentlich brutal haben in der Nacht zum Sonntag etwa15 Schläger in Neu-Ulm eine Polizeibeamtin und ihren männlichen Kollegen angegriffen und verletzt. Von Bernd Kramlinger

In einem in dieser Form noch nie da gewesenen Akt von Brutalität haben in der Nacht zum Sonntag circa 15 Schläger in Neu-Ulm eine Polizeibeamtin und ihren männlichen Kollegen angegriffen und verletzt.
Kurz nach Mitternacht hatten Anwohner sich an die Polizei gewandt, weil eine Gruppe Heranwachsender nahe des Hallenbads an der Kanstraße randalierte. Eine Streifenwagenbesatzung, bestehend aus einer Frau und einem Mann, wollte für Ruhe sorgen.
Unter anderem wollten die Beamten auch die Personalien der Ruhestörer aufnehmen. Der mutmaßliche Rädelsführer der Gruppe, ein 18-Jähriger aus Neu-Ulm, war damit aber laut Polizei "nicht einverstanden". Weil er behauptete, keine Papiere bei sich zu haben, drohten ihm die Polizisten an, ihn "zur Überprüfung seiner Identität" mit auf die Dienststelle zu nehmen.
Daraufhin wurde der als "aggressiv" beschriebene Mann extrem ausfällig und beleidigend gegenüber den Beamten. Als die Polizisten ihn deshalb vorläufig festnehmen wollten, leistete zunächst er heftigen Widerstand.
In der Folge gingen auch einige seiner Kumpane auf die Polizistin und den Polizisten los. Es kam zu einem Gerangel, bei dem beide Beamte zu Fall kamen.
Auf die am Boden liegenden Polizisten traten dann mehrere der Schläger "gezielt" mit den Füßen gegen die Köpfe der Beamten ein.
Es gelang den Angegriffenen schließlich, sich mit Pfefferspray weiterer Attacken zu erwehren und Verstärkung anzufordern. Im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung mehrer Streifenfahrzeuge konnte kurze Zeit später der mutmaßliche Anführer der Gruppe sowie mehrere andere Schläger festgenommen werden. Der Rädelsführer wurde über Nacht eingesperrt.
Nach Angaben einer Sprecherin der Neu-Ulmer Polizei erlitten ihre Kollegin und ihr Kollege bei dem Angriff Schädelprellungen, Verletzungen im Gesicht sowie Schürfwunden. (Bernd Kramlinger)
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