Dienstag, 12. Dezember 2017

02. September 2014 15:00 Uhr

Ulm

Rockgeschichte für Nostalgiker

Die Band „Shine On“ verneigte sich im Liederkranz vor Pink Floyd – und einer anderen Jahrhundertband. Von Michael Peter Bluhm

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Vier Stunden Vollgas gab „Shine On“-Sänger Peter Christeleit (vorne) bei seinem Heimspiel im Liederkranz.
Foto: Michael Peter Bluhm

Für Sänger Peter Christeleit ist es kein normales Konzert. „Es ist mein persönliches Heimspiel“, sagt der gebürtige Blausteiner Stunden vor seinem Auftritt im Ulmer Liederkranz. „Ein besonderes Event“. Und er hofft ein wenig nervös, dass seine Stimmbänder nach einer Schilddrüsenoperation vier Stunden Non-Stop-Gesang aushalten und der Wettergott gnädig ist an diesem Abend in der Friedrichsau, wo seine Pink-Floyd-Tribute-Band „Shine On“ in neuer Formation ihr Debüt gibt.

Kurz vor Mitternacht stand fest: Es war ein bewegendes Konzert als Hommage auf eine der aufregendsten Bands der Rockgeschichte, nicht ein Tropfen fiel vom Himmel, die Stimme des Sängers hielt und auch die sonst nervigen Lautsprecheransagen der Essensausgabe blieben dieses Mal wie durch ein Wunder aus. Eigentlich präsentierte Band ein Doppelkonzert im lauschigen Biergarten, denn ein weiterer „Tribute“ galt an diesem Abend auch einer weiteren Jahrhundertband: Deep Purple. Das machte das Musikerlebnis besonders spannend, wenn nach der psychedelischen Trance-Musik von Pink Floyd der Hardrock-Sound in die Glieder fuhr.

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Peter Christeleit, Sänger, Gitarrist und Anführer von „Shine On“, ist einst durch ein Casting zu dieser Tribute-Band gekommen, die bis heute das Publikum fasziniert. „Rockmusik, das ist mein Ding“, bekennt der Blausteiner. Mit 14 Jahren stellte er die Violine in die Ecke und schrammte fortan auf der Gitarre seiner Schwester. Heute reißen sich Bands um ihn: Er kann die Gesangsheroen von Pink Floyd, den verstorbenen Syd Barrett und die zerstrittenen Roger Waters und David Gilmour, nicht nur nachsingen, sondern kann den Welthits eine individuelle Prägung geben.

Auch die anderen sind Profis: Der Schweizer Lead-Gitarrist Günther Doblies trifft den emotionalen Ton der Pink Floyd-Band perfekt, aber ebenso den von Deep Purples Steve Morse oder Ritchie Blackmore. Der gebürtige Neu-Ulmer Harry Reischmann, der sich mit langen schwarzen Haaren als Metal-Fan zu erkennen gibt, ist der New-Comer bei „Shine On“, aber gewiss kein Neuling im Geschäft: Der Schlagzeuglehrer und Studiomusiker ist auch international gefragt. Der Keyboarder Tobias Kopietz aus Stuttgart hatte gerade mal vier Tage Zeit, sich auf die komplexen Stücke von Pink Floyd und Deep Purple einzustimmen. Es gelang auf Anhieb, sodass ein Spitzenkonzert zustande kam, bei dem Fans von Pink Floyd wirklich nichts vermissten. „Shine On“ blätterten in der Geschichte des Rocks, die ewigen Hits wie „Echoes“, „Shine On You Crazy Diamond“ und „Another Brick in The Wall“ weckten nostalgische Wonnegefühle und so manche Erinnerung an die eigene aufregende Jugend. Das dürfte das Erfolgsgeheimnis der Tribute-Band sein, die fast jedes Jahr in den Liederkranz kommt – und stets ein großes Publikum anzieht. Dieses quittierte das Erlebnis mit einem Riesenapplaus.

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Pink Floyd | Ulm | Deep Purple | Deep | Stuttgart

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