Stadträte lehnen neues Abholsystem für Weißenhorn ab


Weißenhorn Die Fuggerstädter müssen ihren Plastikmüll und ihre Dosen weiterhin zum Wertstoffhof fahren: Ein Abholsystem für diese Verpackungen soll nicht eingeführt werden. Dies hat der Stadtrat in einer Sitzung nun mit sieben zu 15 Stimmen beschlossen. Über Vorteile und Nachteile der gelben Säcke gingen die Meinungen auseinander.
Der Hintergrund: Das Duale System Deutschland (DSD), ein großer Betreiber eines Systems für Mülltrennung, bereitet eine Ausschreibung für das Sammeln, Sortieren und Aufbereiten von Metall und Kunststoffen ab 2012 vor. Firmen können sich um Aufträge bewerben. Zu diesem Zeitpunkt könnten Gemeinden, die einen Wertstoffhof betreiben, auf das Abholsystem umsteigen. Deshalb kam das Thema „gelber Sack“ nun im Stadtrat erneut auf den Tisch. Alle zwei Wochen würden die Säcke abgeholt, informierte die Stadtverwaltung. Die Kosten dafür seien durch den Kauf der Verpackung bereits gedeckt.
Josef Wanner (CSU) argumentierte gegen die gelben Säcke: „Wir machen ein Mülllager aus unserer Stadt.“ Er befürchtete eine „Rattenplage“. Sein Parteikollege Michael Schrodi war für das neue System: „Der Abtransport wird mitbezahlt und ich muss trotzdem noch zum Wertstoffhof.“ Alexander Engelhard (PWG) hielt das Abholsystem gerade für die abgelegenen Ortsteile für sinnvoll. Werner Weiss (WÜW) vermutete, dass viele Bürger ihren Müll bereits Tage vor der Abholung am Straßenrand platzieren würden. Die Mehrzahl der Räte sah das System kritisch. (caj)
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: