Eine Schildkröte ist seelenruhig über die B28 marschiert und wurde von einem Auto erfasst.
Von Andrea Stölzle, Senden
Wieder ein Tierdrama in Senden. Gestern marschierte eine Schildkröte seelenruhig über die B 28, als sie von einem Auto erfasst wurde. Sie wurde am Vormittag noch im Tierheim eingeschläfert.
Für Polizeiobermeister Matthias Gaida von der Autobahnpolizei Günzburg war es die erste Schildkröte seiner Laufbahn, die er barg. Denn normalerweise "begegnen" ihm auf Streifenfahrt eher Rehe, Hasen oder Wildschweine, die angefahren am Straßenrand liegen. "Es gibt Schöneres", sagt der Beamte und hoffte noch für "Schnappi", dass das Tier bald wieder gesund wird. Leider sollte es anders kommen.
Die Schildkröte lebte zwar noch, als sie in Weißenhorn ankam, doch ein Tierarzt setzte ihrem Leiden ein Ende. Der Panzer war teils zerquetscht, das Reptil hätte nicht überleben können und schlimmste Schmerzen gehabt. Wie es gestern früh um 7 Uhr auf die Autobahn kam, weiß niemand. Womöglich wurde es ausgesetzt.
Bei der Polizei waren mehrere Mitteilungen von Autofahrern eingegangen, dass sich eine Schildkröte auf der B 28 befindet. Das Panzertier kroch in Höhe Hittistetten umher, zwischen dem Autobahndreieck Neu-Ulm und Senden. Als die Polizei vor Ort eintraf, fanden die Beamten Schnappi im Gras liegend. "Das Tier war schon hinten angefahren worden", sagt Matthias Gaida. Er packte die Schildkröte und brachte sie mit Blaulicht nach Weißenhorn. Leider kam jede Hilfe zu spät.
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