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04. Februar 2012 14:50 Uhr

Sicherheitswacht zeigt Wirkung

Bürgerversammlung Ehrenamtliche Kontrolleure trugen maßgeblich zur Aufklärung von Straftaten bei

Nersingen „Ein Problem, das nicht nur unsere Gemeinde betrifft und leider immer schlimmere Ausmaße annimmt, sind Schäden durch Vandalismus“, beklagte Nersingens Bürgermeister Erich Winkler bei der Bürgerversammlung in der gut besuchten Gemeindehalle. Lampen würden zerstört und Wände verschmiert. Um das Rathaus, die Jugendbücherei und den Rathausbrunnen lägen zersplitterte Flaschen und jede Menge Müll. Das Problem betreffe auch die Schule in Unterfahlheim. „Die Schäden gehen jährlich in die Tausende“, berichtete der Bürgermeister.

Dies seien nicht die einzigen Schäden, fügten einige Besucher der Bürgerversammlung hinzu. Sie fühlen sich seit den tätlichen Übergriffen, die in der letzten Zeit in Nersingen registriert wurden, an bestimmten Orten und Wegstrecken nicht mehr sicher. Ein Bürger berichtete zum Beispiel von aggressiv-bettelhafter Anmache, der er in den Morgenstunden auf dem Weg zur Frühschicht regelmäßig ausgesetzt sei.

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Auf Bitten der Gemeinde habe die Polizei verstärkt nächtliche Streifen nach Nersingen geschickt, um die neuralgischen Punkte zu kontrollieren. Darüber hinaus sei seit einigen Monaten auch eine „Sicherheitswacht“ in Nersingen tätig. Diese bestehe aus Bürgern, die sich ehrenamtlich zu diesem Dienst bereit erklärt haben. Ihr Einsatz habe bereits Wirkung gezeigt, so Winkler. Die Sicherheitswacht sei keine Hilfspolizei, sondern informiere die Polizei und ergänze so deren Arbeit, indem sie dort präsent sei, wo Straftaten drohten. Der Sicherheitswacht stünden die gleichen Rechte zu wie jedem Bürger, das heißt „Festhalten eines Straftäters“, Notwehr und Nothilfe. Die Angehörigen der Sicherheitswacht seien befugt, Personen zur Gefahrenabwehr und Beweissicherung anzuhalten, zu befragen, ihre Personalien festzustellen und Platzverweise auszusprechen. Polizeioberkommissar Werner Lipp bestätigte, dass aufgrund der Präsenz der Sicherheitswacht eine Gruppe von fünf bis sechs Jugendlichen ausgemacht werden konnte, die bereits empfindliche Bewährungsstrafen bekommen hätten. „Geben Sie der Sicherheitswacht oder uns entsprechende Beobachtungen weiter, das ist das sicherste Mittel zur Vorbeugung von Straftaten“, sagte Lipp.

Positives konnte Bürgermeister Winkler von der Annahme des „Riedle“-Einkaufs- und Fachmarktzentrums durch die Bevölkerung und durch die Bürger der umliegenden Gemeinden, von der Vorhaltung von Wohnungen für obdachlose Personen und Familien oder den Ausbau der Nersinger Datenautobahn berichten.

Dank für ungekürzte Vereinszuschüsse

Dank wurde dem Bürgermeister und dem Gemeinderat auf der Bürgerversammlung unter anderem dafür zuteil, dass die Vereinszuschüsse nicht gekürzt worden sind und dass sich die Gemeindehalle nach dem Brand in einem noch schöneren Zustand befinde. (mde)

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