Freitag, 19. Januar 2018

03. Januar 2018 06:00 Uhr

Ulm/Neu-Ulm

So geht es im Donaubad weiter

Die Anlage könnte umfangreich umgestaltet werden, doch die Details werden noch geprüft. Vorerst wird saniert. Wodurch der Umsatz 2018 steigen soll.

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Drinnen wird gerutscht, im Freien wird umgegraben. Das Donaubad lässt den Kinderbereich des Freibads sanieren, zum Saisonauftakt Mitte Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Etwa 300000 bis 350000 Euro werden wohl dafür anfallen. In diesem Jahr steht eine große Reparatur an der Eislaufhalle an – und bald darauf wahrscheinlich ein Umbau im Hallenbad.

Seit einem Jahr sind die Städte Ulm und Neu-Ulm Träger des Badetempels. Die Anlage soll neu ausgerichtet werden. Wie das aussehen wird, ist noch unklar. Wird es mehr Attraktionen für Kinder geben oder neue Sauna-Angebote für Senioren? Eine Potenzialanalyse soll die Antwort geben. Untersucht wird, welche Stärken andere Bäder in der Region haben und wie sich die Bevölkerung entwickelt. Seit November arbeitet eine externe Beraterfirma im Auftrag des Donaubads daran. „Der Vorbetreiber hat eine eigene Philosophie gehabt“, sagt Jochen Weiß, der gemeinsam mit Sabine Gauß das Donaubads leitet. Bis Ende 2016 hatte das Stuttgarter Unternehmen Interspa die Anlage unter dem Namen Wonnemar im Auftrag der beiden Städte betrieben. Zur Gruppe gehören derzeit sechs Bäder und ein Hotel. Nun wollen die städtischen Geschäftsführer die Freizeitanlage nach den Bedürfnissen der Region ausrichten statt nach den Strategien eines in ganz Deutschland tätigen Unternehmens.

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Die neuen Betreiber haben die Temperaturen erhöht

Einige Dinge haben die neuen Betreiber bereits geändert. Das Kurspogramm wurde ausgeweitet, die Hygiene-Standards angehoben und die Temperatur von Luft und Wasser um durchschnittlich ein bis zwei Grad erhöht. Zuvor war es den Gästen zu kalt gewesen, sie waren weggeblieben. Vor allem durch die die erhöhten Preise hat sich der Ruf des Donaubads verschlechtert, woran der Freizeittempel noch immer leidet. Das berichtete Fachbereichsleiter Ralph Seiffert im September im Neu-Ulmer Ausschuss für Finanzen, Inneres und Bürgerdienste.

Geschäftsführer Weiß glaubt nicht, dass sich Einsparungen beim Heizen lohnen: „Letztendlich geht es auf Kosten der Besucherzahlen.“ Die lagen bis Ende November bei 455000. Für das Jahr 2017 waren 500000 Gäste angepeilt gewesen. Dieses Ziel dürfte das Donaubad relativ genau erreichen oder nur knapp unterschreiten. Im kommenden Jahr sollen es mehr Gäste werden. Weiß und Gauß wollen die Besucherzahlen um fünf Prozent auf 525000 erhöhen. Die Preise bleiben unverändert.

Geschäftsführer Weiß hat beobachtet, dass die Umbenennung ankommt. Den Satz „Ich war früher auch im Donaubad“ habe er bereits von einigen älteren Besuchern gehört. Unter dem Namen war im Jahr 1959 das Freibad eröffnet worden, 1998 kam das Erlebnisbad dazu. Zum 60. Geburtstag der Anlage 2019 soll der Freizeittempel nach den Erkenntnissen der Analyse umgestaltet werden. Schon jetzt wird viel Geld ausgegeben – für Dinge, die auf den ersten Blick kaum auffallen. Der Ulmer Gemeinderat hat einen Zehn-Jahres-Plan beschlossen, der Ausgaben in Höhe von 3,9 Millionen Euro vorsieht. Sie sollen bis 2025 für Reparaturen und Instandhaltung ausgegeben werden. Ein Teil fließt schon jetzt in den Kinderbereich des Freibads, wo beispielsweise das unterirdische Schwallbecken saniert wird. Es fängt überlaufendes Wasser auf, etwa wenn jemand ins Becken springt.

Die Eislaufhalle des Donaubads muss saniert werden

Zum Donaubad gehören eine Eisfläche im Freien und eine Eislaufhalle. Dort wird in diesem Jahr gebaut. Feuchtigkeit drang ein, die Statik war gefährdet. Derzeit stabilisieren provisorische Stützen das Dach. „Das ist nicht schön, aber betriebssicher“, sagt Weiß. Die Säulen sind so angebracht, dass sie Fluchtwege, Spielerbänke und Eisfläche nicht stören. Die endgültige Lösung kostet ungefähr 250000 Euro. Zwei Drittel trägt Ulm, ein Drittel Neu-Ulm. So werden die Ausgaben für die Anlage immer aufgeteilt.

Dass es im vergangenen Jahr noch keine großen Neuerungen gab, erklärt Sabine Gauß so: „Den Vogel muss man erst mal zum Fliegen bringen.“ Den Übergang hat sie gemeinsam mit Gerhard Semler betreut, der die Abteilung Bildung und Sport der Stadt Ulm leitet. Semler berichtet, dass es bei der Trennung kaum Streit gegeben habe – obwohl Ex-Betreiber Interspa zunächst mehr Geld gefordert habe, als ihm zugestanden sei. „Das konnten wir auf Grund der guten Verträge im Keim ersticken“, sagt Semler. Er sagt: „Ich denke, das Donaubad ist auf gutem Weg in kommunalen Händen.“ Ein Freizeitbad lasse sich eben nicht mit Gewinn führen, wenn es gleichzeitig sozial verträgliche Eintrittspreise bieten wolle.

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