Die Uni Ulm bietet zwei neue berufsbegleitende Studiengänge an. Vorhaben wird mit 2,3 Millionen Euro gefördert

Ulm Die Universität Ulm entwickelt in ihrem Zentrum für berufsbegleitende universitäre Weiterbildung (School of Advanced Professional Studies, SAPS) derzeit zwei Studiengänge, die berufsbegleitend studiert werden können. Der Studiengang „Sensorsystemtechnik“, geleitet von Professor Hermann Schumacher, ist in den Ingenieurwissenschaften angesiedelt, der Studiengang „Innovations- und Wissenschaftsmanagement“, geleitet von Professor Leo Brecht, in den Wirtschaftswissenschaften. Beide Studiengänge sollen mit dem Master of Science abschließen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie aus dem Europäischen Sozialfonds mit 2,3 Millionen Euro unterstützt.
In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Lehr-Lernforschung im Institut für Psychologie und Pädagogik wurde unter der Leitung von Professor Tina Seufert ein für die Studiengänge spezifisches didaktisches Konzept entwickelt, das ein besonderes Lern-Verfahren – das „Blended-Learning-Verfahren“ – mit etwa 80 Prozent Online-Anteilen und 20 Prozent Präsenzphasen nutzt. Ab Oktober 2012 werden die ersten Module der Studiengänge zur Verfügung stehen. Um diese möglichst realitätsnah zu erproben, sucht die SAPS derzeit Personen mit Hochschulabschluss, die Interesse haben, die ab Mitte Oktober verfügbaren Module zu erproben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen über mindestens ein Jahr Berufserfahrung verfügen, berufstätig sein oder andere Verpflichtungen haben, weswegen für sie ein Vollzeitstudium nicht durchführbar ist.
Ab Mitte Oktober stehen jeweils ein Pflicht- und ein Wahlmodul zur Verfügung, mit denen Leistungspunkte für den Studiengang „Innovations- und Wissenschaftsmanagement“ gesammelt werden können. Das Modul „Strategisches Prozessmanagement“ zeigt bestehende Konzepte zum prozessorientierten Management, zur Prozessgestaltung und -entwicklung sowie zur Prozessdurchführung auf und vermittelt Anwendungsbeispiele aus der Industrie.
Als Wahlmodul steht ab Mitte Oktober das Thema „Innovationskultur“ auf dem Programm. Dieses Modul schließt mit der Präsentation einer Projektarbeit ab. Den Teilnehmern werden die Grundlagen des Innovationsmanagements und die Notwendigkeit des Handelns in einem globalen Markt vermittelt. Der Studiengang „Sensorsystemtechnik“ startet mit dem Modul „Entwurfsmethodik Eingebetteter Systeme“, das Professor Frank Slomka unterrichtet.
Für das Modul wurden verschiedene Lehrmethoden getestet, es werden neben interaktivem Skriptmaterial auch Videoclips zur Verfügung stehen, in denen Slomka schwierige Themengebiete detailliert erklärt. „Für uns im Institut war die Umstellung einer Vorlesung ins E-Learning eine äußerst interessante Erfahrung. Wir haben immer wieder Ideen diskutiert, wie der Lernstoff im Online-Studium für die Lernenden noch effizienter vermittelt werden kann,“ so Professor Slomka zur Modulentwicklung. Nun ist er gespannt, was die ersten Teilnehmer zu diesem Angebot sagen werden. (az)
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