In Weißenhorn sollen Bedürftige bald günstig einkaufen können. Bisher stellte sich nur die Frage: wo? Jetzt gibt es eine Antwort.



Von Jens Carsten Weißenhorn Stadtverwaltung und Rotes Kreuz haben einen Standort für den geplanten Tafelladen gefunden: Das Geschäft für bedürftige Bürger soll im Herzen der Stadt in einem ehemaligen Reformhaus in der Hauptstraße beim Unteren Tor eröffnen. In einer nicht-öffentlichen Sitzung haben die Stadträte zugestimmt, einen Mietvetrag mit dem Eigentümer des derzeit leer stehenden Ladens abzuschließen. Neben einem Verkaufsraum bietet das Haus ein Lager und eine Kühlzelle. Die Stadt wird die Miete übernehmen, für Strom und Wasser soll das Rote Kreuz aufkommen, das den Laden betreiben wird. Michael Heinrich, der Leiter der Bereitschaft in Weißenhorn, freut sich auf das Haus: „Wir müssen nichts umbauen, der Laden ist aus unserer Sicht genial.“ Lediglich ein Regal und eine Kühltheke sollen noch gekauft werden. Deshalb werden die Retter den Tafelladen wohl nicht wie zunächst geplant erst im BRK-Haus einrichten und dann umziehen, sondern im Mai gleich in der Hauptstraße eröffnen.
Derzeit erhalten nach Angaben der Stadtverwaltung 329 Menschen „Hartz IV“, also finanzielle Hilfen für Nahrung und Kleider, viele weitere Wohngeld. Im Tafelladen sollen Bedürftige günstige Lebensmittel erhalten. Das ehemalige Reformhaus bietet den Betreibern reichlich Platz: Im Verkaufsraum können Waren auf einer Fläche von rund 95 Quadratmetern ausgestellt werden, das Lager ist zwölf, der Kühlraum 30 Quadratmeter groß. Noch sei der Mietvertrag mit dem Eigentümer zwar nicht unterschrieben, sagt Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt: „Aber wir gehen fest davon aus, dass das klappt.“ Über die Höhe des Mietpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Aus einer Sicht bietet der Standort auch die Möglichkeit, ein leer stehendes Gebäude in der Altstadt mit Leben zu füllen.
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