Weißenhorn/Fürstenfeldbruck Die Timmermann-Brüder sind weiter auf der Erfolgsstraße: Jonas (18), Benno (16) und erstmals auch Oliver (13), der jüngste Spross der Familie, waren mit ihren Programmierkenntnissen und ihrer Leidenschaft für Technik den anderen Teilnehmern erneut weit voraus. Beim RoboCupJunior in Fürstenfeldbruck verteidigten sie ihren Titel vom Vorjahr unter rund 360 Mitbewerbern erfolgreich und holten erneut die Süddeutsche Meisterschaft. Damit hat das Team "T'n'T", das für das Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn am Start war, den Fahrschein für die Deutsche Meisterschaft in Hannover in der Tasche. Die "German Open" gehen im Rahmen der Hannover-Messe im April über die Bühne. Von Michael Loerke

Groß war die Freude bei den drei Weißenhornern über ihren erneuten Titelgewinn bei der Süddeutschen Meisterschaft. Gab es im Wettbewerb, bei dem ein Roboter gegen den anderen antreten musste, noch keine Probleme, sollten sie verstärkt in der nächsten Qualifikation auftreten, als es "zwei gegen zwei" hieß. Einer der metallenen "Spieler" versagte seinen Dienst und so blieb alles an dem einen noch verbliebenen Roboter hängen. Dieser machte seine Sache jedoch hervorragend und sicherte damit den Sieg der Weißenhorner. Franz-Josef Timmermann, der Vater der drei Techniktüftler, verfolgte die nervenaufreibende Begegnung mit. "Pures Glück, dass wenigstens der eine Roboter fit war", freut auch er sich über den siegreichen Nachwuchs. Der Wettbewerb sei ein einziger Prestigekampf zwischen den teilnehmenden Schulen, erzählt er. Dabei wird das ganze Können der jungen Technikfreaks gefordert, die mit Hightech in Vollendung glänzen. Wie bei allen Wettbewerben traten die "Timmermänner" auch diesmal mit den neuesten Robotern an. Die letzten Teile kamen erst am Wettkampfmorgen in Weißenhorn an, sodass keine Chance mehr bestand, sie zu testen, erklärt der 52-jährige Architekt den Umstand, dass einer der Spieler "lahmte". Trotzdem fuhr das "T'n'T"-Team den Sieg nach Hause. Die erstklassigen Kenntnisse auf dem Gebiet der Elektronik, die von den Timmermann-Brüdern immer wieder aufs Neue unter Beweis gestellt werden, haben sich inzwischen bei namhaften Unternehmen herumgesprochen. National Instruments als Hauptsponsor des RoboCub ermöglichte ihnen in den Herbstferien ein Praktikum, bei dem sie Einblick in die modernsten Computersysteme erhielten. Bei einem firmeneigenen Kongress hatten die Weißenhorner Gymnasiasten einen eigenen Messestand, bei dem sie ihre Roboter vorführen durften. Der bayerische Autohersteller BMW hat ebenfalls Interesse an den Computerfreaks gezeigt und sie zu sich eingeladen. Dass seine Jungs mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten ein großes Rad drehen, stellt den Vater sehr zufrieden. Ein Sieg in Hannover würde gleichzeitig das Ticket zur Weltmeisterschaft bedeuten, die diesmal in Graz ausgetragen wird.
Dem erfolgsgewohnten Weißenhorner Team, das auf dem RoboCup-Sektor einen vorzüglichen Namen genießt, ist dieser Titel durchaus zuzutrauen. Sie waren bereits mehrfach Deutsche Meister. Und bei der WM in China reichte es im Vorjahr immerhin zu einem dritten Rang.
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