Weißenhorn (eff-) - Sie sind nicht nur ein eingespieltes Team, sie sind auch ein sehr Erfolgreiches: Die Brüder Jonas und Benno Timmermann aus Weißenhorn haben die Robotics Weltmeisterschaft in Graz gewonnen. Und zwar überragend. Mit 22:8 haben sie das Team aus Iran im Finale in die Schranken gewiesen.


Trotz des deutlichen Ergebnisses war es ein spannendes Endspiel. Abwechselnd gingen die Teams in Führung. Halbzeitstand: 9:8 für die Weißenhorner. "Ihre Roboter waren schneller und hatten einen stärkeren Kickmechanismus, unsere Maschinen waren dagegen intelligenter und präziser", so die Analyse der Roboterkicker. Doch in der zweiten Hälfte konnten sich der 18-jährige Jonas und sein 16-jähriger Bruder Benno klar absetzen.
Sie sind die neuen Weltmeister in der Königsdisziplin im Roboterfußball für Jugendliche: Soccer 2 gegen 2 Version B. In dieser Variante wird ohne Spielfeldbanden gespielt. Die technischen Anforderungen an die Roboter seien dabei deutlich höher, sagen die Brüder. Doch neben Können war auch das Glück auf der Seite der Brüder. "Unsere Roboter liefen zuverlässig", sagt Jonas Timmermann. Die Jahre zuvor hatten die Brüder immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Bis zum Ende hatten Nachwuchstüftler bei vergangenen Wettkämpfen an ihren Robotern geschraubt. "In diesem Jahr waren unsere Roboter sogar zwei Wochen vorher fertig", sagen sie. Ein gutes Omen: Alle zehn Spiele des Turniers haben die Timmermanns deutlich gewonnen. "Wir haben so gehofft, dass wir in diesem Jahr siegen werden", sagt Jonas.
Sein letzter WM-Titel liegt bereits sechs Jahre zurück. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft in China belegten die Brüder zweimal den dritten Platz. "Die intensive Vorbereitung hat sich gelohnt". Insgesamt 3000 Arbeitsstunden stecken die Gymnasiasten jedes Jahr in ihr Hobby. "Das ist ein Vollzeitjob neben der Schule", scherzt der 18-jährige Jonas. Um besonders effizient zu arbeiten, teilen sich die Tüftler ihre Aufgaben. Der 18-jährige Jonas ist für die Elektronik und Programmierung zuständig. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder beschäftigt sich in erster Linie mit der Technik.
Die Begeisterung für ihr Hobby hält auch nach Jahren noch an. "Es ist immer wieder eine Herausforderung, den Roboter besser zu bekommen", sagt Benno Timmermann. Und sein Bruder ergänzt: "Wenn der Roboter erst ein Tor schießt, ist man richtig glücklich, dass alles so geklappt hat". Die Erfolge der Brüder haben sich mittlerweile auch schon in Firmenkreisen herumgesprochen. "Unternehmer sagen, dass unsere Arbeit kein Basteln mehr ist, sondern schon Ingenieurslevel".
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