SPD diskutiert über Stadtpolitik
Weißenhorn Wer derzeit das Rathaus betritt, der kann dort offenbar einem lächelnden Finanzprüfer begegnen. Davon erzählte Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt bei einem Treffen der Weißenhorner SPD-Mitglieder. Er erklärte den Grund für das Grinsen des Gastes mit der Haushaltslage. So habe die Stadt 7,5 Millionen Euro auf dem Sparbuch, aber nur 2,8 Millionen Euro Schulden. Fendt: „Ein beruhigendes Gefühl.“ Ausgehend von der Finanzlage nahm der Bürgermeister die Sozialdemokraten in seinem Vortrag mit auf einen virtuellen Rundgang durch die Stadtpolitik.
Rössle: Mit dem Verkauf des ehemaligen Brauereigasthofes Rössle könne die Stadt laut Gutachten einen „guten Gewinn“ machen, so Fendt. Stadtrat Thomas Schulz habe ein Angebot über Wert abgegeben und werde von Ratskollegen zu unrecht „in die Pfanne gehauen“.
Schlösser: Die Stadtverwaltung will demnächst Führungen durch die Baustelle an den Schlössern anbieten. „Das interessiert viele Leute.“
Bundeswehrgelände: Vier Firmen erweitern auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände im Eschach ihre Betriebe. Dafür müssen wie berichtet mehrere Anwohner in der Adolf-Wolf-Straße ihre Wohnungen aufgeben. Die Verwaltung suche derzeit nach neuen Standorten, demnächst soll im Stadtrat ein Grundstück vorgestellt werden. Dort könnten Wohnungen entstehen. Ein Zuhörer kritisierte die Situation der Kanäle in der Wohnsiedlung im Eschach. Er habe dies bereits mehrfach angemerkt und sagte an die Adresse des Bürgermeisters: „Wenn ich Wasser im Keller habe, dann hole ich Sie.“ Fendt konterte: „Und wenn eine der großen Firmen zu macht und 500 Arbeitslose dastehen und sich beschweren, dann hole ich Sie.“
Raserei: Ein Anwesender merkte an, viele Autofahrer in der Reichenbacher Straße träten zu sehr aufs Gas. Fendt versprach, das Anliegen „mitzunehmen“.
Internet: Zum Ausbau schneller Internetverbindungen gab es unter den Genossen auch kritische Stimmen. Es gebe zwar viele laute Töne, aber nicht alle Bürger wollten solche Verbindungen. (caj)
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