Weißenhorn Die Gebrüder Timmermann aus Weißenhorn setzen ihren Erfolgskurs fort. Auf der Hannover Messe sicheren sie sich ihre deutschen Meistertitel in der 1 gegen 1- und 2 gegen 2-Roboterfußballliga souverän mit Torverhältnissen von 110:15 (sechs Spiele) und 230:38 (8 Spiele). Damit haben sie sich für die sechste Weltmeisterschaft qualifiziert, die Anfang Juli in Graz stattfindet. Von Michael Loerke


Die besten 110 der 270 RoboCupJunior-Teams aus Deutschland haben bei der RoboCup German Open 2009 die deutsche Meisterschaft ausgetragen. In den Disziplinen RoboRescue, RoboDance und RoboSoccer wurden die Qualifikationsplätze für die Weltmeisterschaft in Graz ausgespielt.
Dabei stach vor allem das Weißenhorner Team T'n'T hervor. Abgesehen vom Finale, in dem die Gymnasiasten Jonas (18) und Benno (16) das "Golden Goal" zum 13:12 Endstand erzielten, gewannen sie in der 1 gegen 1-Fußballliga, bei der sie von ihrem Bruder Oliver (14) unterstützt wurden, alle anderen sieben Spiele mehr als deutlich. Das Torverhältnis von 230:38 bestätigt diese Überlegenheit.
In der Königsdisziplin Soccer 2 gegen 2 wurde dieses Jahr erstmals auf einem Feld ohne Begrenzungsbanden gespielt. Dadurch konnten die Timmermanns den Fokus von der aggressiven Spielweise auf mehr Präzision und Technik verlagert, da beim Überschreiten der Auslinie der Ball zum Vorteil der gegnerischen Roboter platziert wird. "Durch unsere sehr intensive Vorbereitung konnten wir die Roboter am besten auf die neue Herausforderung einstellen und überzeugend mit 109 zu 14 Toren in sechs Spielen den deutschen Meistertitel erringen", berichten die Brüder. Im Endspiel kam es zur Neuauflage des Finales vom Jahr 2008 gegen das Team C-Palb, das sie klar mit 15:1 gewinnen konnten. Bereits im letzten Jahr nahmen sie zusammen an der Weltmeisterschaft in China teil. Seit Anfang des Jahres 2008 sind sie in 56 Spielen auf nationaler Ebene ungeschlagen geblieben. Für ihre überlegenen Roboter ernteten sie höchstes Lob von allen Seiten. Ein Vertreter von National Instruments, die zu den Sponsoren des RoboCups zählen, stufte die Arbeit als "weit über Schüler- oder Studentenniveau hinaus" als "sehr gute Ingenieursarbeit" ein. Die Anerkennung und Einladung der Technischen Universität München, die mit einem Robotikstand auf der Messe vertreten war, ehrt sie ganz besonders. "Wir haben uns sehr gefreut, dass einige Mitarbeiter unseres Sponsors, dem Elektronikdistributor Spoerle, als moralische Unterstützung zu den Finalspielen anreisten", sagen sie. Der RoboCup und die Messe waren auch heuer wieder ein voller Erfolg. Die Gebrüder erlebten ein tolles Event mit über 210 000 Besuchern und konnten nicht nur herausragende Erfolge feiern, sondern auch interessante Kontakte knüpfen.
Auf ihrer Internetseite haben sie weitere Bilder veröffentlicht. Die Adresse: http://www.tnt-robotik.de/German-Open-2009-Hannover.html
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