Mit einem Bürgerbegehren wollen Anwohner die Pläne für den Bebauungsplan für die Weißenhorner Festwiese stoppen. Andere Stimmen sind auf der Seite des Eigentümers. Und Sie?



Weißenhorn Sie befürchten mehr Autos, mehr Lärm und den Verlust eines lieb gewonnenen Festplatzes: Mehrere Anwohner rund um die Hasenwiese haben sich gegen die Pläne ausgesprochen, auf dem Areal zwei Supermärkte zu bauen. Drei wollen jetzt ein Bürgerbegehren organisieren: Jürgen Kohler, Michael Gutter und Thomas Schwarzer werden in den kommenden Wochen Unterschriften sammeln, um damit einen Bürgerentscheid zu beantragen – dann dürften alle wahlberechtigten Weißenhorner über das Vorhaben abstimmen. Vor rund 50 Bürgern erläuterten die Initiatoren ihre Strategie: Zuerst wollen sie rechtliche Tipps für ihr Begehren einholen – kurz darauf sollen die Listen ausliegen. Insgesamt müssen über 890 Unterschriften zusammenkommen, um einen Bürgerentscheid beantragen zu können.
Die Situation: Wie berichtet gibt es Pläne, auf der Hasenwiese zwei Supermärkte zu errichten. Der Discounter Aldi und die Kette Feneberg haben Interesse am Grundstück der Wirtsfamilie Walser angemeldet. Ein Markt könnte auf dem westlichen Teil der Wiese entstehen. Für dieses Gebiet besteht nach Angaben der Stadtverwaltung bereits Baurecht wegen der bestehenden Gebäude – dort befindet sich der Hasenkeller. Der andere Supermarkt könnte östlich davon entstehen, dieses Gebiet gilt laut Flächenplan als Grünbereich – bevor Bagger anrollen, muss ein Bebauungsplan her. Laut Ratsbeschluss soll ein sogenannter vorhabensbezogener Plan aufgestellt werden: Die bauwilligen Supermarktketten müssen genaue Pläne vorlegen, erst dann werden die Stadträte endgültig entscheiden.
Es gibt auch Stimmen für das Projekt: Bürger Thomas Grehl bezeichnete es in einem Treffen mehrere Anwohner als „legitim“, dass die Familie Walser, der die Hasenwiese gehört, ihren Besitz vermarkte. Wolle die Stadt die Zukunft dieses Geländes aber selbst gestalten, müsse sie „tief in den Stadtsäckel“ greifen. Oder die Alternative akzeptieren: „Das Areal einem Investor überlassen.“ Auch Wirt Anton Walser hat die Versammlung der Bürger verfolgt: "Ich fand es gut, die Meinungen der Bürger zu hören." Auch wenn für ihn die Diskussion mitunter etwas übers Ziel hinaus schießt: "Die Wiese ist halt kein Allgemeinbesitz."
Was halten Sie denn von der Idee, Supermärkte auf der Hasenwiese zu bauen? Stimmen Sie ab!
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