Sonntag, 25. Juni 2017

24. November 2014 18:49 Uhr

Ulm

Weihnachtsbaum mit 18000 Lichtern

Der Weihnachtsmarkt in Ulm wurde jetzt eröffnet

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Ulm Es war exakt 18.12 Uhr, als am Montagabend ein deutliches Raunen aus hunderten Kehlen vor dem Münsterportal zu hören war. 18000 LED-Birnchen am Weihnachtsbaum brachte Oberbürgermeister Ivo Gönner bei der Eröffnung des Ulmer Weihnachtsmarkts zum leuchten. Mit einer Million Besuchern rechnet die Stadtverwaltung bis zum Schlusstag am 22. Dezember. Voll war es gestern schon. Ein logistischer Kraftakt war es, den für den Neu-Ulmer Rathausplatz bestimmten Weihnachtsbaum durch die Straßen Pfuhls zu wuchten (Bild links unten). Operation gelungen, Baum steht.

Ulm übertrumpft Stuttgart: 18000 Lichter erstrahlten mit Beginn des Weihnachtsmarkts auf dem Tannenbaum auf dem Münsterplatz erstrahlen. Die baden-württembergische Landeshauptstadt hat nur 9600 Birnchen, obwohl der dortige Baum vier Meter höher ist. Jürgen Eilts, der Geschäftsführer der den Ulmer Weihnachtsmarkt veranstaltenden Ulmer Messe, ist sich deshalb sicher: „Das wird der am schönsten beleuchtete Weihnachtsbaum, den wir je hatten.“ Und was den Weihnachtsmarktchef besonders freut: Der spektakuläre Lichterglanz dient nicht Ulmer Großmannssucht. Sondern die hell erleuchtete Edeltanne ist Sinnbild für ein „Licht der Nächstenliebe“. So heißt ein Zusammenschluss von vier wohltätigen Ulmer Frauenklubs, der den strahlenden Baum ermöglichte. Ein Licht am Weihnachtsbaum kann für fünf Euro symbolisch am Stand für soziale Zwecke/Ulmer Stand (Nummer 64) erworben werden. Mit dem Geld soll ein mehrjähriges Projekt angestoßen werden, das Flüchtlingen - insbesondere schwangeren Frauen und jungen Müttern - in Ulm hilft.

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Der am aufwendigsten beleuchtete Ulmer Weihnachtsbaum aller Zeiten fällt in ein besonderes Jahr: 2014 wird der Markt in seiner bekannten Form zum 30. Mal ausgetragen. Bis 1983 war der Markt nicht mehr und nicht weniger als ein Volksfest im Winter: mit Schießbuden, Autoscootern und Punsch aus Pappbechern.

Was 1984 mit 45 Händlern begann, hat sich zu einem überregionalen Tourismusmagneten mit 135 Ständen entwickelt. Wie Eilts berichtet, kommen Busse aus Österreich, der Schweiz und Frankreich, um einen „der schönsten Weihnachtsmärkte der Republik“ zu besuchen. Wichtig für dauerhaften Erfolg sei, dass die Mischung der Beschicker stimme. So gebe es nur 17 Glühweinverkäufer, obwohl es weit mehr Standanfragen für dieses lukrative Segment gebe. Das begehrte winterliche Heißgetränk koste mit 2,20 Euro in der einfachen Variante sei drei Jahren das Gleiche. Das gelte auch für die Bratwurst, die ab 2,60 Euro zu haben ist. Bewährtes steht auch dieses Jahr im Zentrum: zwei Karussells, Glasbläserhütte, Schaubude mit Steiff-Plüschtieren (nach einer Pause), Märchenjurte sowie Märchenwald. Letzterer wird erweitert um eine Rotkäppchen-Hütte. Und wie schaut es mit Neuerungen aus? Neben Bratwurst und Co. sorgt etwa „Der Veganer“ für Alternativen ohne tierische Zutaten wie Grünkernbratlinge. Am Stand der Berliner Firma „Upcycling Deluxe“ gibt‘s originelle Produkte aus wiederverwendeten Materialien der ganzen Welt.

Täglich öffnet der Weihnachtsmarkt von 10 Uhr bis 20.30 Uhr seine Pforten. (heo)

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