Zarte Linien, starke Mauern: Mit dieser erfreulichen Kombination kann Galerist Carlos Ramirez in seiner frisch renovierten „Cuenca“ aufwarten, die neue Arbeiten des gebürtigen Ulmers, seit 1986 freischaffenden Karlheinz Bux fürs Auge des Betrachters zu sanft rauen Begegnungen staffelt. Von Roland Mayer

Von Roland Mayer
Ulm Der intime Charakter des Kunstforums in der Kohlgasse 4 ist weiter gewährleistet. Doch mit dem architektonischen Umbau hat Carlos Ramirez Cuenca einen lichtvollen Anbau hinzugewonnen, der die Ausstellungsfläche auf gut 60 Quadratmeter vergrößert: Der ursprüngliche Open-Air-Charakter des Eingangsbereichs wurde in ein glasüberdachtes Ausstellungsfoyer umgewandelt – darin integriert die alte Außenmauer aus Ziegeln als naturbelassene Innenwand. Dazu kommt ein zweiter Eingang von der Kohlgasse aus, wo immer noch der spätgotische Torbogen von 1501 den städtebaulich historischen Kontrast zum konkret-modernen Konzept der „Cuenca“ liefert, die vor über 30 Jahren als Zimmergalerie im Wilden Mann begonnen hat.
Im neuen Parcours eröffnen sich zwei ästhetische Bux-Stränge: einmal lithografische Unikate seiner Basel-Skizzenmappe. Zweitens eine Auswahl mit hartem Bleistift und anschließender Fixierung durch Überlackierung angefertigte Zeichnungen – im Großformat spiegelglatter als auch satinierter Glasplatten. Darauf sind Fotoprojektionen mit Grafit übertragen. Im Grauschleier tummeln sich augenblickshafte Gedankenspiele. Im Zauberstrahl der „Baseler“, mit Farbtusche bearbeiteten Lithos funkeln Augen schon mal als Sternenbilder wie Nieten eines figurinenhaften Kosmos.
Ausstellung Neue Arbeiten von Karlheinz Bux, bis 24. Mai in der „Galerie Cuenca“, dienstags/donnerstags 16-19 Uhr, samstags 11-14 Uhr.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren