Donnerstag, 21. September 2017

14. August 2010 06:44 Uhr

Zu den höchsten Tönen auf dem Grünen Hügel

Ulm Mit Gillian Crichton, Arantza Ezenarro und Jie Mei haben sich nach erfolgreichen Spielzeiten vom Theater Ulm drei tolle Stimmen vom Theater Ulm verabschiedet. Das Adieu von Gillian Crichton ist jedoch nicht ganz auf Dauer: Sie wird das Musiktheater-Ensemble in der kommenden Spielzeit noch als Gast verstärken. Als erste Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Ulm/Neu-Ulm konnte Arantza Ezenarro in Bayreuth unlängst Festspiellüfte schnuppern.

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Erste Stipendiatin der Ulm/Neu-Ulmer Wagnerianer

Ein Hauptanliegen der Richard-Wagner-Verbände ist die Förderung des künstlerischen Nachwuchses, insbesondere durch die Vergabe von Stipendien, welche jungen, besonders talentierten Künstlern den Besuch der Bayreuther Festspiele ermöglichen. Eine Spende der Privaten Beruflichen Schule Dr. Engel Ulm ermöglicht es den Ulm/Neu-Ulmer Wagnerianern, die junge spanische Sopranistin als Erste ihrer Stipendiaten auf den Bayreuther Grünen Hügel zu entsenden.

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Dort wurde Ezenarro im Kreis von 250 internationalen Stipendiaten im Haus Wahnfried vom Hausherrn Dr. Sven Friedrich, dem Geschäftsführer der Stipendienstiftung, Herrn Dr. Stefan Specht, der Festspielleiterin Frau Eva Wagner-Pasquier, dem Oberbürgermeister von Bayreuth, Dr. Michael Hohl, und der Präsidentin des Internationalen Richard-Wagner-Verbands, Professor Märtson, bei einem Glas Saft oder Prosecco aus Dosen begrüßt. Arantza Ezenarro konnte drei Aufführungen der Bayreuther Festspiele besuchen: "Die Meistersinger von Nürnberg", "Lohengrin" und "Parsifal".

Hautnahe Erfahrungen im Festspielhaus

Auf dem weiteren Programm standen eine Führung durch das Festspielhaus, der Besuch der Einführungsvorträge zu den Aufführungen, die Besichtigung des Richard-Wagner- und des Franz-Liszt-Museums sowie das gemeinsame Mittagessen. In den Pausen ließen sich Ezenarro und die sie begleitende Viola Lachenmann die berühmte Bayreuther Bratwurst in der Semmel schmecken - Kontakte wurden geknüpft. Ezenarro habe sich besonders am Lohengrin begeistert. Nach Lohengrin trafen sich Ezenarro und Lachenmann mit den beiden Stipendiatinnen aus Augsburg in den "Holländer Stuben", um den Tag noch in fröhlicher Runde ausklingen zu lassen.

"Arantza Ezenarro freute sich sehr über die Tage in der Festspielstadt", sagt die Ulm/Neu-Ulmer Verbandsvorsitzende Viola Lachenmann. "Das war für sie ein tolles Erlebnis und ein Erfahrungs-Sprung auf ihrer Karriereleiter". Junge Künstler zu unterstützen ist erklärtes Anliegen des Vereins.

Seit der Spielzeit 2008/2009 war Ezenarro am Theater Ulm engagiert. Zu ihren Ulmer Partien zählen Susanna in Mozarts "Figaro", Pamina in der "Zauberflöte", Amor in Glucks "Orfeo ed Euridice", Adele in der Straußschen "Fledermaus" sowie der Hirt in Richard Wagners "Tannhäuser". Auf der Suche nach einer geeigneten Nachwuchssängerin für ein Wagner-Stipendium war die junge Sopranistin mit ihrer klaren, hellen Stimme der 1. Vorsitzenden Viola Lachenmann während einer Aufführung von Mozarts "Figaro" im Theater Ulm aufgefallen; auch Operndirektor Matthias Kaiser, selbst einmal Stipendiat, schwärmt von ihr immer noch "in den höchsten Tönen".

"Auch wenn wir Ulmer ihren Weggang bedauern, freuen wir uns natürlich mit ihr über den vielversprechenden Verlauf ihrer noch jungen Sängerkarriere", sagt Viola Lachenmann. Arrantza Ezenarro zieht aus familiären Gründen nach Augsburg. Von dort aus wird sie erst mal freiberuflich tätig sein. Geboren 1980 in San Sebastián, Spanien, studierte Arantza Ezenarro in ihrer Heimatstadt an der Universidad del País Vasco sowie am Konservatorium. Im Anschluss absolvierte sie ein Gesangsstudium an der Escuela Superior de Canto Madrid bei Carmen Rodríguez Aragón und Fernando Turina und belegte Meisterkurse an den Hochschulen für Musik und Theater in München und Nürnberg, u.a. bei Professor Dr. Edith Wiens. Arantza Ezenarro ist Preisträgerin der Wettbewerbe "Premio Hispánica" und "Premio fin de Carrera".

Am 7. Oktober singt sie in Santiago de Compostela in Mozarts Krönungsmesse. Ab 27. Februar ist sie als Adele in "Die Fledermaus" von Johann Strauß in der Semperoper Dresden zu erleben. Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms der Ulm/Neu-Ulmer Wagnerianer wird sie am Freitag, 24. September, um 19 Uhr, im Café des Neu-Ulmer Konzertsaals über ihre Bayreuther Erlebnisse berichten. (roma)

Matinee Am Samstag, 18. Dezember, gestaltet Arantza Ezenarro das musikalische Programm der Adventsmatinee des Richard-Wagner-Verbandes Ulm/Neu-Ulm e.V. um 11 Uhr in der vh-Ulm. Pianist Igor Begetov wir voraussichtlich den Liederabend (Schubert/Liszt/Falla/Strauss) mitgestalten.

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