Mit fünf Titeln dominierten die Ulmer Mehrkämpfer die württembergischen Meisterschaften in eigener Halle.


Das war zu erwarten. Doch mit zwei neuen deutschen Jahresbestleistungen zeigten Stefanie Saumweber und Julius Sommer, dass sie auch auf nationaler Ebene top sind.
Der scheidende Trainer Wolfgang Beck und sein Nachfolger Stefan Preß rieben sich ob der Darbietungen ihrer Schützlinge immer wieder verwundert die Augen. Die Ulmer Mehrkämpfer präsentierten sich zwei Wochen nach den deutschen Meisterschaften in Dortmund noch einmal deutlich verbessert.
Vor allem Stefanie Saumweber stieß in neue Dimensionen vor. Gewohnt gut startete die 23-Jährige über die 60 Meter Hürden in 8,39 Sekunden in den Fünfkampf. Danach steigerte sie sich im Hochsprung um acht Zentimeter auf überragende 1,80 Meter. Im Kugelstoßen, wo sie in Dortmund noch gepatzt hatte, kam sie mit 12,35 Meter knapp über ihre Bestleistung. Dann der dritte Kracher mit 6,15 Meter im Weitsprung. Mit großem Kampfgeist fegte sie danach auch noch durch die engen Kurven der 800-Meter-Rundstrecke und kam nach 2:25,67 Minuten ins Ziel. Am Ende erreichte die überglückliche Mehrkämpferin aus Bühl im Bibertal 4345 Punkte. Damit verdrängte sie nicht nur die deutsche Meisterin Maren Schwerdtner um 27 Zähler von der Spitze der deutschen Bestenliste, sondern übertraf auch den württembergischen Rekord, gehalten von der früheren Ulmerin Liane Weber, um 81 Punkte.
Für den nächsten Höhepunkt sorgte Julius Sommer bei der U20. Der deutsche Vizemeister übertraf die Leistung des deutschen Meisters Jan Schenk (Metzingen) um fast 100 Punkte und setzte sich mit 5335 Zählern an die Spitze der deutschen Bestenliste. Nachdem er mit seinem Start (7,28 Sekunden über 60 Meter und 6,74 Meter im Weitsprung) noch gehadert hatte, kämpfte sich Sommer mit 14,21 Meter im Kugelstoßen in den Wettkampf zurück, um dann im Hochsprung seine Bestleistung um fünf Zentimeter auf 1,92 Meter zu verbessern. Nach 8,28 Sekunden über die Hürden zum Beginn des zweiten Tages steigerte der 19-jährige seine Bestleistung im Stabhochsprung um 20 Zentimeter auf 4,50 Meter. 2:59,29 Minuten über 1000 Meter rundeten den tollen Wettkampf ab, der Sommers Bewerbung um einen der beiden Startplätze bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Sommer in Barcelona noch mehr Gewicht verleiht.
Als Dritter und Vierter der Konkurrenz sorgten seine Vereinskollegen Mario Habedank und Marco Moll für ein tolles Mannschaftsergebnis, das mehr als 1000 Punkte Vorsprung auf die LG Leinfelden-Echterdingen auswies.
Die Titel Nummer vier und fünf gingen auf das Konto der weiblichen U18. Annika Volquardsen legte einen tollen Fünfkampf mit vier Bestleistungen hin. Gemeinsam mit Nadja Stivala und Verena Störk holten sich die Ulmer Mädchen auch den Mannschaftstitel.
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