Freitag, 15. Dezember 2017

20. März 2017 00:05 Uhr

Basketball-Bundesliga

Gegner ziehen die Köpfe ein

Gegen Berlin hat Ulm Geschichte geschrieben. Am Rekordabend macht auch der Trainer bei einem Ritual mit, das ansonsten Spielern und Fans vorbehalten ist Von Pit Meier

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Wenn Augustine Rubit zum Dunking abhebt, dann hilft nur noch – Kopf einziehen. Gegen Berlin boten die Ulmer ein paar spektakuläre Aktionen, aber sie mussten für den Rekordsieg auch hart arbeiten.
Foto: Horst Hörger

Wenn die neue Bestmarke im deutschen Basketball so lange hält wie die alte, dann sind Per Günther, Raymar Morgan und ihre Teamkollegen als Rentner noch Inhaber des Rekords. Vor 47 Jahren hat Leverkusen mal 25 Bundesligaspiele nacheinander gewonnen, am Samstag verbesserte Ratiopharm Ulm diese Marke mit dem 82:76 gegen Alba Berlin auf 26 Siege am Stück. Es war also irgendwie doch ein ganz besonderer Abend, an dem Thorsten Leibenath ausnahmsweise mit seinen Spielern beim Humba-Ritual vor den Fans in der Orange Zone tanzte. Aber der Trainer sagte nach dem Rekord genau das, was er auch vorher schon gesagt hatte: „Der Rekord ist eine schöne Randnotiz. Er veranlasst uns in keinster Weise dazu, jetzt einen Gang runterzuschalten.“

Der achtfache deutsche Meister und neunfache Pokalsieger war am Ulmer Rekordabend ein würdiger Gegner. Spiele gegen Alba Berlin machen selten Spaß, sie sind immer intensiv und oft tun sie weh. Aufseiten des ungeschlagenen Tabellenführers der Bundesliga mussten am Samstag Günther, Morgan und Da‘Sean Butler mächtig einstecken, Karsten Tadda zog sich sogar eine blutende Platzwunde über dem Auge zu. Kein Grund natürlich für den Malocher in der Mannschaft, den Arbeitstag vorzeitig zu beenden. Tadda hielt durch, ackerte wie immer verbissen in der Verteidigung und stellte gegen Alba mit elf Punkten ohne Fehlwurf in der Offensive einen persönlichen Saisonrekord auf. Von seinem Trainer gab es dafür ein Sonderlob: „Karsten hat mit einer Riesenportion Herz gespielt und ist für uns unabhängig von seinen Punkten ein herausragender Spieler.

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Ein bisschen leichter hätten es sich die Ulmer selbst machen können. Aber die Quoten von draußen (6/22) und vor allem von der Freiwurflinie (14/25) waren diesmal mäßig bis schwach. Die Berliner führten deswegen nach dem ersten Viertel mit neun Punkten (33:24) und zur großen Pause mit vier (47:43), obwohl sie einmal mehr ohne ihren verletzten Spielmacher Peyton Siva auskommen mussten. Dann aber legten die Ulmer in der Abwehr eine Schippe drauf und zwangen den Gegner damit zu schweren Würfen, ließen in Halbzeit zwei nur noch 29 Punkte der Albatrosse zu und trotzdem mussten die Fans lange bangen. Chris Babb machte schließlich 17 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier zum 80:74 den Deckel drauf und Thorsten Leibenath sagte anerkennend: „Dieses Team ist einfach nicht gewillt, das Feld als Verlierer zu verlassen.“

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Eine Bildergalerie vom Spiel unter

www.nuz.de/bilder

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