Neu-Ulm Ohne Glitzer geht nichts bei einem Tanzturnier. Nicht nur, dass die manchmal recht knappen Roben der Tänzerinnen mit Pailletten geschmückt sind, auch die Herren - zumeist gedeckt schwarz - glitzern manchmal. Ganz abgesehen von den kleinen Mädchen, die nach den Auftritten auf Knien über den Tanzboden huschen, um verlorenen Glitter einzusammeln. In diesem Sinn war die Wiley-Sporthalle am Wochenende zwei Tage lang das Mekka für Sammler jeder Art. Denn für die 250 Paare aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ging es auf drei Tanzflächen um Platzierungen und Punkte, glitzernd oder auch nicht.


Zum zwölften Mal richtete die Tanzabteilung Weiß-Blau des TSV Neu-Ulm - diesmal ohne die Unterstützung der Pfuhler Tänzer - dieses für aufstrebende Paare ganz wichtige Turnier aus. Denn es galt, viele Punkte zu ergattern und Platzierungen zu erreichen. Je mehr Paare geschlagen wurden, umso höher kletterten die Tänzer in der Punktwertung. Hinzu kamen die Platzierungen, die für den Aufstieg sorgten.
600 Zuschauer verfolgten den Tanz-Marathon am Wochenende in der Wiley-Halle und waren begeistert. Manchmal galt es, auf allen drei Flächen Tänzerinnen und Tänzer anzufeuern. Schließlich mussten rund 40 Einzelturniere der Kategorien Standard und Lateinamerikanisch getanzt werden. Zudem standen noch drei Seniorenturniere in der höchsten Klasse auf dem Programm.
Einige Absagen wegen des winterlichen Wetters
Einer der Höhepunkte war das Erste von drei Turnieren zur 8. Tropy-Serie des Tanzsportverbands Baden-Württemberg. Bevor es zur Endausscheidung kommt, wird noch in Karlsruhe und Tübingen getanzt.
Organisatorin Andrea Schöps bedauerte, dass es aufgrund des winterlichen Wetters etliche Absagen gab, weil die Tänzerinnen und Tänzer von sehr glatten Straßen abgehalten wurden, sich auf den Weg zu machen.
Immerhin hatten sich 400 Paare angemeldet, die sich zu Samba, Cha-Cha-Cha, Paso Doble, Rumba und Jive ebenso auf dem Parket bewegten wie zu Wiener und langsamem Walzer oder Foxtrott. Beurteilt wurden die Paare von jeweils sechs Schiedsrichtern bei ihren nicht einmal zwei Minuten langen Auftritten. Es gab viel zu tun. Aber die Paare hatten dank der mehrfachen Auftritte auch mehr Chancen, sich bei den Neu-Ulmer Donau-Tanzsport-Tagen zu profilieren. Insgesamt, so freute sich Angelika Schöps als Organisatorin, habe es wieder viel Lob fürs Team der TSV-Tänzer gegeben.
Nennenswert waren die Auftritte der Paare Andrea und Jochen Schneider vom SSV Ulm 1846 (Platz fünf Standardtänze) und dem Laup-heimer Paar Stephanie Brachmann/Patrick Reischmann, das die Hauptgruppe A bei den Lateinamerikanischen Tänzen gewann. Nicht so erfolgreich waren hingegen Marco Laumanns und Sonja Peters vom SSV 46.
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