Demonstration des Deutschlandachters
London Der Deutschlandachter mit dem Ulmer Max Reinelt hat bei den Olympischen Spielen in London mit einem eindrucksvollen Vorlaufsieg seine Ambitionen auf Gold unterstrichen. Eine Runde weiter sind auch Lena Müller und Anja Noske (Saarbrücken) im leichten Doppelzweier. Kerstin Hartmann und Partnerin Marlene Sinnig (Krefeld) verfehlten dagegen im Zweier ohne Steuermann den zweiten Platz, der für den direkten Finaleinzug nötig gewesen wäre.
„Das ist ein Witz“, hatte der deutsche Trainer Ralf Holtmeyer gewettert, als er die Auslosung des Achter-Vorlaufs zur Kenntnis nahm. „Es kann nicht sein, dass die ersten drei Boote der letzten Weltmeisterschaft in einem Lauf sind.“ Doch die Aufregung um die zugelosten Mitfavoriten aus Großbritannien, Kanada und den Niederlanden war unnötig. Was er vom Fahrrad aus auf der zwei Kilometer langen Rennstrecke zu sehen bekam, war „nah am Optimum“, wie Holtmeyer später erfreut feststellte. Der deutsche Achter zog unaufhaltsam seine Bahn, die Angriffe der Briten und Niederländer blieben wirkungslos und Deutschland sicherte sich in 5:25,52 Minuten souverän den direkten Finaleinzug. „Im Finale erwarten wir ein höheres Anfangstempo und wir werden unsere Finalgegner nicht unterschätzen“, versprach Max Reinelt hinterher.
Kerstin Hartmann ist vor dem Hoffnungslauf zuversichtlich
Nicht so gut lief es für Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig. „Wir hatten es uns anders vorgestellt“, sagte die Ulmerin nach dem Rennen: „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir das Finale über den Hoffnungslauf erreichen.“ In diesem treffen die Deutschen am Montag auf China, Südafrika, Italien, Rumänien und Argentinien.
Im leichten Doppelzweier belegten Lena Müller und Anja Noske hinter den Mitfavoritinnen aus China den zweiten Platz und stehen damit direkt im Halbfinale, das am Donnerstag gestartet wird. Die weiteren Boote hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. (hjk)
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